Ismaning nimmt neues Übergangswohnheim in Betrieb
In Ismaning (Landkreis München) geht ein neues Übergangswohnheim an den Start. Die Regierung von Oberbayern hat die Unterkunft in der Max-von-Eyth-Straße eröffnet. In dieser Woche ziehen die ersten Menschen ein, weitere folgen dann nach und nach.
Das Gebäude war früher ein Bürohaus und wurde für diesen Zweck umgebaut. Insgesamt gibt es dort 66 Zimmer. Die Ausstattung ist einfach gehalten. Die Bewohner können sich in Gemeinschaftsküchen selbst verpflegen. Für die Wäsche gibt es einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschinen und Trocknern. Im Außenbereich stehen überdachte Plätze für Fahrräder und ein Spielplatz für Kinder zur Verfügung.
Es handelt sich bei den Bewohnern nicht um Asylsuchende. In der Unterkunft wohnen deutschstämmige Spätaussiedler, jüdische Emigranten aus ehemaligen Sowjetstaaten sowie Menschen aus humanitären Programmen des Bundes, wie etwa ehemalige afghanische Ortskräfte und deren Familien. Diese Menschen haben bereits bei der Einreise ein Aufenthaltsrecht. Sie dürfen direkt arbeiten und sich privat eine Wohnung suchen. Das Wohnheim dient nur als vorübergehende Lösung, bis sie eigenständig untergekommen sind.
Viele der neuen Bewohner kommen aus anderen Übergangswohnheimen in Oberbayern. Dort laufen die Mietverträge aus, weshalb diese Einrichtungen bald schließen müssen.
Vor Ort hilft ein Verwaltungsdienstleister den Menschen gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern bei den ersten Schritten in Deutschland. Auch das örtliche Jobcenter ist in die Betreuung eingebunden. Für die Integrationsberatung ist die Caritas München und Oberbayern zuständig.
Wer aus der Bevölkerung ehrenamtlich helfen möchte, kann sich an Sara Vega Mazzilli von der Caritas wenden. Kontakt ist per E-Mail unter [email protected] oder über die Internetseite https://www.caritas-integration-alveni-muenchen.de möglich.
Quelle: Ismaning – zur Originalmeldung