München will Wärmeplanung besser an Bürger vermitteln
Die kommunale Wärmeplanung in München (Bayern) ist ein riesiges und teures Projekt. Es geht darum, wie die Stadt in Zukunft geheizt wird, etwa durch Fernwärme oder lokale Netze. Damit die Menschen mitziehen, muss die Stadt besser kommunizieren. Deshalb haben Stadtratsmitglieder der CSU und der Freien Wähler Vorschläge gemacht, wie man die Bürger besser erreichen kann.
Die Stadtverwaltung hat diese Ideen nun geprüft. Ein Punkt wird direkt umgesetzt: Bei Bürgerversammlungen und Sitzungen der Bezirksausschüsse soll es mehr Infos geben. Wer möchte, kann sich eine „Flyerbox“ mit Infomaterial bestellen und diese einfach auslegen. Außerdem sucht die Stadt nach festen Ansprechpartnern in den Bezirken, die als Vermittler dienen.
Ein neues Konzept gibt es für die sogenannten Energiebotschafter. Das sind Leute aus dem Viertel, die ihre Nachbarn beraten und bei Sanierungen helfen. In Feldmoching-Hasenbergl startet dieses Programm im Dezember 2025. Die Stadt will dieses Netzwerk später auf ganz München ausweiten, damit auch in Vierteln, wo die Planung schon abgeschlossen ist, noch Tipps fließen.
Nicht alles klappt jedoch. Die Idee, Hausverwaltungen Geld zu zahlen, damit diese die Wärmeplanung bewerben, wurde abgelehnt. Die Stadt sagt, dass die Kassen leer sind und nicht klar ist, ob finanzielle Anreize überhaupt helfen würden. Wer Hilfe braucht, soll stattdessen zum Bauzentrum München gehen, wo es kostenlose Vorträge gibt.
Ein kritischer Punkt ist die Erreichbarkeit von Vermietern. Bisher wurden oft nur Flyer in Briefkästen geworfen, die aber meist von Mietern gelesen werden. Die Stadt prüft nun, ob sie die Adressen aus dem Grundsteueramt nutzen darf, um Vermieter direkt per Brief anzuschreiben. Rechtlich ist das eine Grauzone, aber die Stadt hält das Risiko für gering und will die Kommunikationslücke schließen.
Ob die direkte Ansprache der Vermieter tatsächlich genehmigt wird, muss noch geklärt werden. Die Ermittlungen zur rechtlichen Umsetzung dauern an.
Quelle: München – zur Originalmeldung