München: Kosten für Kita-Zuschüsse steigen massiv
In München (Bayern) wird es für viele Familien teurer, die Kinder in die Kita zu schicken. Deshalb beantragen immer mehr Eltern Unterstützung bei der sogenannten Wirtschaftlichen Jugendhilfe (WJH). Die Zahlen zeigen einen steilen Anstieg: Während die Stadt im Jahr 2023 noch insgesamt 12 Millionen Euro für die Übernahme von Elternbeiträgen ausgab, waren es 2024 bereits 17,9 Millionen Euro. Im Jahr 2025 kletterte die Summe sogar auf 32,6 Millionen Euro.
Auch die Zahl der Anträge nimmt zu. Im Jahr 2025 stellten insgesamt 7.132 Familien einen Antrag. Davon waren 3.694 Neuanträge und 3.438 Anträge auf eine Weiterbewilligung. Im ersten Vierteljahr 2026 gab es bereits 1.074 Anträge.
Die Stadtverwaltung musste deshalb mehr Geld einplanen. Das Sozialreferat hat bei der Stadtkämmerei zusätzliche Mittel beantragt und genehmigt bekommen. Die Kosten für die Kitas machen mittlerweile einen größeren Teil des Budgets der Wirtschaftlichen Jugendhilfe aus. Im Jahr 2023 waren es noch etwa 3 Prozent der Gesamtausgaben, im Jahr 2025 waren es bereits 8 Prozent.
Zwischen dem Sozialreferat und dem Referat für Bildung und Sport gibt es Absprachen zur Finanzierung und zum Personal. So wurden im Jahr 2024 rund 485.600 Euro vom Referat für Bildung und Sport an das Sozialreferat übertragen. Zudem wechselten zum April 2024 etwa 6,6 Stellen von der Zentralen Gebührenstelle zum Sozialreferat, weil sich die Förderformeln für die Kitas geändert hatten.
Die Verwaltung muss die steigende Arbeit mit dem vorhandenen Personal bewältigen. Das Referat für Bildung und Sport gab an, dass die Aufgaben trotz stadtweiter Sparmaßnahmen vom bestehenden Personal erledigt werden. Die Gebühren für städtische Einrichtungen werden auch in Zukunft über die Zentrale Gebührenstelle berechnet.
Quelle: München – zur Originalmeldung