München will Bürokratie für Unternehmen abbauen
Die Verwaltung in München (Bayern) soll für Firmen freundlicher und schneller werden. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft arbeitet deshalb mit den Wirtschaftskammern und drei weiteren Ämtern zusammen. Es geht vor allem um die Stadtplanung, das Mobilitätsreferat und das Kreisverwaltungsreferat (KVR). Im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft des Stadtrats wurden am 21. Juli 2026 neue Pläne vorgestellt und bestehende Maßnahmen vertieft.
Einige Dinge sind bereits umgesetzt. In der Wirtschaftsförderung gibt es nun ein Beschwerdemanagement, damit Probleme mit Unternehmen schneller gelöst werden. Die Lokalbaukommission hat damit begonnen, Bauakten zu digitalisieren, um Bauanträge schneller zu bearbeiten. Im KVR gibt es ein neues Ticketsystem. Dort können Anträge online gestellt, Dokumente hochgeladen und der aktuelle Stand abgefragt werden. Außerdem wurde ein Welcome Center eröffnet. Das hilft internationalen Fachkräften bei Online-Anträgen und der Orientierung in der Stadt. Für ausländische Pflegekräfte gibt es zudem eine sogenannte „Fast Lane“, damit sie ihre Aufenthaltstitel schneller bekommen.
Künftig soll die Digitalisierung noch weiter vorangetrieben werden. So soll das Genehmigungsverfahren für Baustellen komplett digital werden. Dafür wird eine neue Software eingeführt. Die Stadt erwartet, dass dies die Abläufe mittelfristig deutlich beschleunigt. Auch die Internetseiten aller Dienststellen sollen besser werden, mehr Sprachen anbieten und digitale Anträge ermöglichen. Zusätzlich will die Stadt Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um Suchabfragen und Prozesse zu beschleunigen und so die Wartezeiten zu verkürzen.
Ein weiterer Punkt betrifft die Gesetze. Die Stadt hat eine Liste mit Vorschriften aus dem Land, dem Bund und der EU erstellt, die die Arbeit der Verwaltung im Alltag erschweren. Diese Liste wird nun an den Freistaat Bayern weitergeleitet, damit die Regeln verbessert werden.
Oberbürgermeister Dominik Krause betonte, dass der Abbau von Bürokratie wichtig sei, um den Wirtschaftsstandort München wettbewerbsfähig zu halten. Die Digitalisierung sei dabei die größte Chance. Die Ermittlungen über weitere Optimierungen dauern an.
Quelle: München – zur Originalmeldung