München: Neue Regeln für städtische Kantinen und Mensen
In München (Bayern) gibt es neue Details dazu, wie die städtischen Kantinen und Mensen finanziell laufen und welche Umweltziele sie verfolgen. Ein Stadtratsantrag hatte gefordert, die Pächter bei den Kosten zu entlasten und den Anteil an regionalen Bio-Lebensmitteln zu erhöhen.
Bei den Mitarbeiterkantinen in der Verwaltung sieht es für die Betreiber gut aus. In den Gebäuden am Marienplatz 8, in der Ruppertstraße 11 und in der Friedenstraße 40 wird normalerweise gar keine Pacht verlangt. Die Stadt möchte, dass die Beschäftigten dort günstig und gesund essen können. Deshalb übernimmt die Stadt auch die kompletten Nebenkosten für den Betrieb.
In den Schul- und Kindergartenmensen läuft es anders. Hier bleibt die Stadt bei ihrer bisherigen Praxis: Die Pächter müssen eine Umsatzpacht zahlen. Das sind 4 Prozent auf den Nettoumsatz bis 100.000 Euro und 5 Prozent auf alles, was darüber liegt. Die Stadt begründet dies damit, dass ein kompletter Verzicht auf die Pacht kaum einen spürbaren Effekt für die Betreiber hätte. Die Nebenkosten übernimmt die Stadt hier fast überall, außer an drei Standorten: im Berufsschulzentrum Riesstraße, am Bildungscampus Freiham und am Berufsschulstandort Bergsonstraße.
Ein wichtiges Ziel ist zudem, dass bis Ende 2025 etwa 60 Prozent der Lebensmittel bio-regional sein sollen. In den Schulmensen wird dies bereits in den Ausschreibungen für neue Pächter gefordert. Wer Hilfe braucht, kann ein kostenloses Coachingprogramm für die Beschaffung nutzen. In den Mitarbeiterkantinen arbeitet die Stadt mit dem sogenannten Haus der Kost zusammen, um die Bio-Angebote zu verbessern.
Auch beim Energiesparen gibt es Pläne. Das Programm Ökoprofit soll helfen, Ressourcen zu schonen. Während dies in den Mitarbeiterkantinen nach der Corona-Pause wieder geprüft wird, empfiehlt die Stadt den Pächtern in den Schulen künftig, an diesem Programm teilzunehmen. So soll das Bewusstsein für einen umweltschonenden Betrieb mit weniger Abfall und Wasserverbrauch gestärkt werden.
Die Stadt geht davon aus, dass die Fragen des Stadtrats mit diesen Erläuterungen beantwortet sind.
Quelle: München – zur Originalmeldung