München: Keine neuen Programme für Anwohnertiefgaragen
In München (Bayern) wird über den Parkplatzmangel in den Stadtvierteln diskutiert. Stadtrat Alexander Reissl von der CSU-Fraktion hatte beantragt, stadtweit weitere Anwohnertiefgaragen zu errichten. Nun hat Mobilitätsreferent Georg Dunkel darauf reagiert.
Die Stadt sieht keine Notwendigkeit für ein neues Programm. Es gibt bereits Instrumente, um Garagen für Anwohner zu fördern. Dazu gehören kommunale Programme und die Bezuschussung privater Garagen durch sogenannte Stellplatzablösemittel, das „2000-Stellplätzeprogramm“.
Das Problem sei laut Referent Dunkel nicht das fehlende Geld oder fehlende Programme. Es gebe andere Hürden: In der dicht bebauten Innenstadt fehlen schlichtweg geeignete Grundstücke. Zudem seien die Baukosten für Tiefgaragen extrem hoch, was die Wirtschaftlichkeit oft infrage stellt.
Ein weiterer Punkt ist die Strategie der Stadt. München möchte den Autoverkehr insgesamt reduzieren. Zu viele neue Parkplätze könnten laut Stadtverwaltung falsche Anreize setzen und diesem Ziel widersprechen.
Statt neuer Programme will die Stadt nun schauen, wie man bestehende private und öffentliche Garagen besser nutzen kann. Zum Beispiel durch Wechselnutzungen, damit die Plätze über den Tag verteilt effizienter belegt sind. Die Bezirksausschüsse sollen weiterhin dabei helfen, mögliche Standorte zu finden.
Quelle: München – zur Originalmeldung