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München: Werner-Herzog-Filmpreis an kanadische Filmemacher

Die Filmemacher Gabriela Osio Vanden und Jack Weisman erhalten 2026 den Preis der Werner Herzog Stiftung. Die Verleihung findet im Dezember im Filmmuseum statt.

Die Werner Herzog Stiftung hat entschieden, wer den Filmpreis 2026 bekommt. Diesmal geht die Auszeichnung an die beiden Kanadier Gabriela Osio Vanden und Jack Weisman. Belohnt wird ihr Werk „Nuisance Bear“.

Der Film erzählt von einer jährlichen Eisbären-Plage in Churchill, einer Stadt am kanadischen Polarkreis in Manitoba. Die Bären werden dort als störende Nachbarn vertrieben. Gleichzeitig müssen die Tiere mit Touristen, Jägern und Naturschützern klarkommen und suchen deshalb Schutz auf der städtischen Müllhalde. In die Geschichte ist zudem das Schicksal eines älteren Inuit eingebunden, der als Erzähler in seiner Sprache Inuktitut auftritt.

Werner Herzog lobt den Film als mutig und wegweisend. Er findet, dass das Werk eine neue Perspektive auf das Verhältnis zwischen Menschen und Wildtieren wirft. Der Film zeige, dass eigentlich die Menschen die Störenfriede seien. Zudem werde die Parallele zum hohen Preis gezogen, den die Ureinwohner für eine rein kommerzielle Siedlung zahlen müssen.

Die Preisverleihung findet am Freitag, den 18. Dezember, um 19 Uhr im Filmmuseum München (St.-Jakobs-Platz 1) statt. Werner Herzog wird den Preis persönlich überreichen. Nach der Vorführung des Films wird er gemeinsam mit den Preisträgern über das Werk sprechen.

Die Stiftung verleiht den Preis einmal im Jahr. Es gibt kein festes Anmeldeverfahren und keinen Wettbewerb. Die Auszeichnung kann an Spielfilme, Dokumentationen, Schauspieler oder Filmemacher jeder Nationalität gehen, die mit Visionen und Mut arbeiten. Mit dem Preis ist ein Geldbetrag von 5.000 Euro verbunden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.wernerherzog.org.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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