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München lehnt IBA-Projekt für Allacher Tunnel ab

Ein Stadtratsantrag sollte die Sanierung des Allacher Tunnels zu einem Projekt der Internationalen Bauausstellung machen. Die Stadt sagt nun Nein.

Mehrere Stadtratsmitglieder der CSU und der Freien Wähler hatten einen Plan: Die Verkehrsmaßnahmen bei der Sanierung des Allacher Tunnels (München) sollten als Projekt zur Internationalen Bauausstellung (IBA) angemeldet werden. Damit wollte man vermutlich mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung für die Baustelle gewinnen.

Mobilitätsreferent Georg Dunkel teilte nun mit, dass dies nicht passieren wird. Der Grund ist simpel: Die Stadt München ist für die meisten der geplanten Maßnahmen gar nicht zuständig. Zwar wurden zwischen Mai 2024 und November 2025 über 50 Ideen gesammelt, um den Stau während der Bauarbeiten zu drücken. Am Ende blieben zehn konkrete Maßnahmen übrig. Diese reichen von einer besseren Kommunikation durch die Autobahn GmbH über Ride-Sharing-Apps des MVV bis hin zu neuen Buslinien und Verkehrsberuhigungen in Eschenried, Gröbenried und Karlsfeld.

Da die Umsetzung dieser Punkte bei verschiedenen Partnern liegt – etwa bei der Autobahn GmbH, der Regierung von Oberbayern oder dem MVV – könne die Stadt das Ganze nicht als eigenes IBA-Projekt einreichen. Zudem räumte die Stadt mit der Hoffnung auf mehr Geld auf. Wer ein Projekt bei der IBA anmeldet, bekommt dadurch derzeit keine zusätzlichen Gelder. Die Projekte müssen selbst finanziert werden.

Um die Verkehrslage trotzdem zu verbessern, hat der Lenkungskreis der Initiative „Mobile Zukunft München“ bereits einen Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder geschrieben. Darin wird um planerische und finanzielle Hilfe gebeten. Außerdem soll die Autobahn GmbH die Steuerung der Maßnahmen übernehmen.

Mit der Antwort an die Stadträte sieht das Mobilitätsreferat die Angelegenheit nun als erledigt an.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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