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München übernimmt Nachlass von Klaus Hahnzog

Copyright und Urheber siehe München

Das Stadtarchiv bewahrt nun die Unterlagen des ehemaligen Bürgermeisters und Landtagsabgeordneten auf. Die Übergabe fand genau ein Jahr nach seinem Tod statt.

Genau ein Jahr nach seinem Tod wurde der Nachlass von Dr. Klaus Hahnzog an das Stadtarchiv in München (Bayern) übergeben. Der Jurist war über Jahrzehnte eine wichtige Figur in der Stadtpolitik. Von 1973 bis 1982 leitete er das Kreisverwaltungsreferat und war zudem als Dritter Bürgermeister tätig. Er setzte sich vor allem für soziale Themen, Kultur und Sport ein und kämpfte gegen Rassismus und Diskriminierung.

Später zog es ihn in die Landespolitik. Ab den 1990er Jahren saß er im Bayerischen Landtag und war Mitglied im Bayerischen Verfassungsgerichtshof. Auch nach seinem aktiven Politikaustritt blieb er der Landeshauptstadt durch Vorträge und verschiedene Initiativen treu.

Die Unterlagen, die nun ins Archiv wanderten, nehmen etwa drei Meter Platz weg. Darin finden sich nicht nur offizielle Dinge wie die Urkunde für den Bayerischen Verdienstorden, sondern auch Manuskripte und Notizen. Besonders interessant sind Aufzeichnungen zu seinen Aktivitäten bei der Gewerkschaft ver.di und zur Neufassung des Polizeiaufgabengesetzes.

Neben der Politik gibt es im Nachlass auch private Einblicke. Es gibt alte Terminkalender, Briefe und Fotos. Einige Bilder zeigen ihn beim Fußballspielen. Seine Tochter Stefanie Hahnzog erzählte bei der Übergabe, dass ihr Vater eigentlich Fußballprofi werden wollte, wenn die Politik nicht dazwischengekommen wäre. Auch Fotos vom jährlichen Skirennen der Stadtratsmitglieder sind Teil der Sammlung.

Daniel Baumann, der Leiter des Stadtarchivs, erklärte, dass diese Dokumente einen hohen Wert für die Geschichte des Hauses haben. Sie zeigen nicht nur die politische Karriere, sondern auch die private Seite des Mannes. Sein Sohn, Dr. Simon Hahnzog, betonte, dass es wichtig sei, auch die Dokumente zu bewahren, die ihn als Vater zeigen, da das Leben eines Politikers auch die Kinder präge.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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