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München: Schachprojekt für Kinder wird weitergeführt

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Seit sechs Jahren lernen Schüler in sozial schwachen Vierteln Schach, um ihre Konzentration zu steigern. Nun springt ein Verein ein, damit das Programm nicht gestoppt wird.

In München (Bayern) gibt es ein besonderes Projekt an Grund-, Mittel- und Förderschulen. In Stadtteilen, in denen viele Familien wenig Geld haben, gehört Schach seit dem Schuljahr 2020/21 zum festen Plan. Einmal pro Woche lernen die Kinder im regulären Unterricht, wie man die Figuren bewegt und strategisch denkt. Wer mehr will, kann zusätzlich in eine Schach-AG gehen.

Das Ziel ist es, Kindern bessere Chancen zu geben. Oft kommen die Schüler aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte und sprechen nicht perfekt Deutsch. Beim Schach spielt die Sprache aber keine Rolle. Die Lehrer und die Trainer vom FC Bayern München e.V. berichten, dass die Kinder dadurch viel konzentrierter werden. Auch im Umgang miteinander verbessern sie sich spürbar. Wie genau das Ganze wirkt, untersucht derzeit auch die Ludwig-Maximilians-Universität in einem Forschungsprojekt.

Bisher hat die Stadt das Projekt finanziert. Der Stadtrat hatte dafür jährlich 70.000 Euro aus dem Programm „München gegen Armut“ bereitgestellt. Über 5.000 Schüler haben so schon vom Schachunterricht profitiert. Nun lief die ursprüngliche Zusage der Stadt aus, was das Projekt gefährdet hätte.

Jetzt gibt es eine Lösung: Der gemeinnützige Verein „SZ Gute Werke e.V.“ übernimmt die Finanzierung. Er gibt das Geld an die Stadt weiter, damit die Maßnahme an den Schulen ohne Unterbrechung weiterlaufen kann. Das Referat für Bildung und Sport hat sich für diese Unterstützung bedankt.

Ob das Projekt in dieser Form dauerhaft beibehalten wird oder ob weitere Schulen teilnehmen, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen der Universität zur Wirksamkeit des Programms laufen noch.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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