München prüft Folgen von Kita-Reform für Tagespflege
In München (Bayern) wird derzeit diskutiert, wie eine geplante Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) die Stadt treffen wird. Die Reform soll eigentlich für das Jahr 2027 kommen. Das Ziel des Staates ist es, die Verwaltung zu vereinfachen und die Qualität in den Kitas zu verbessern. Die Einrichtungen sollen mehr Geld bekommen, damit die Erzieher mehr Zeit für die Kinder haben.
Doch für die Stadt München bringt das Probleme mit sich. Die Sozialreferentin Dorothee Schiwy erklärte auf eine Anfrage der Stadträtin Alexandra Gaßmann, dass die Stadt nun mehr Arbeit in der Verwaltung bekommt. Da der Freistaat Bayern sich aus der aktiven Gestaltung der Kindertagespflege zurückzieht, muss die Stadt viele Dinge nun selbst regeln. Das sorgt für Unsicherheit bei der Planung.
Besonders kritisch ist eine geplante Änderung bei der Förderung. Eine wichtige staatliche Unterstützung (Art. 20a BayKiBiG) soll wegfallen. Das ist ein echtes Problem für die Münchner Großtagespflege, denn aktuell profitieren rund 60 Prozent dieser Stellen von genau dieser Förderung. Auch weitere Regelungen (Art. 20 BayKiBiG) sind betroffen.
Was das konkret für die Einrichtungen und die Eltern bedeutet, ist momentan noch nicht bekannt. Die Stadt sagt, dass die Reform zu komplex ist, um jetzt schon alle Fragen beantworten zu können. Zuerst müssen die rechtlichen und finanziellen Folgen genau geprüft werden. Sobald diese Auswertungen fertig sind, wird die Stadtverwaltung die Ergebnisse dem Stadtrat vorstellen, damit dieser über die weiteren Maßnahmen entscheiden kann.
Quelle: München – zur Originalmeldung