München: Kein sofortiger Zweirichtungsradweg an Berg-am-Laim-Unterführung
Mehrere Stadtratsmitglieder der Fraktionen Grüne, Rosa Liste und Volt hatten einen Antrag gestellt. Ihr Ziel: An der Berg-am-Laim-Straße in München (Bayern) soll auf der Südseite zwischen dem Haidenauplatz und der Friedensstraße dauerhaft ein Zweirichtungsradweg entstehen. Die Politiker wollten die aktuelle Baustellensituation nutzen, um die Verbindung für Radfahrer zu verbessern.
Mobilitätsreferent Georg Dunkel lehnt diesen Plan für den Moment ab. Er erklärt, dass es an der Berg-am-Laim-Straße schlicht zu wenig Platz gibt. Seit dem Frühjahr 2025 ist dort wegen der 2. S-Bahn-Stammstrecke eine Fahrspur für Autos gesperrt. Die verbleibenden Flächen für Fußgänger und Radfahrer seien jedoch zu schmal, um einen Verkehr in beide Richtungen sicher zu ermöglichen. Zudem ändere sich die Situation je nach Bauphase ständig.
Ein weiteres Problem ist die Unterführung. Dort wird die gesperrte Spur kurz vor der Friedensstraße wieder zu einer normalen Fahrspur. Würde man dort einen Zweirichtungsradweg einrichten, müsste die Sperrung bis zur Friedensstraße durchgezogen werden. Das ist laut Referat aus Platzgründen nicht machbar. Zudem nutzen Autos die aktuelle Fläche dort als Wartezone, wenn sie rechts in die Friedensstraße abbiegen. Ohne diesen Platz käme es zu Rückstaus auf der linken Spur, die auch von den Straßenbahnen genutzt wird.
Für die Zukunft gibt es jedoch eine Perspektive. Im Zuge des Bebauungsplans „Orleanshöfe“ ist ein Umbau der Orleanstraße und der Kreuzung am Haidenauplatz geplant. Sobald die Arbeiten an der 2. S-Bahn-Stammstrecke fertig sind, soll auch die Radinfrastruktur verbessert werden. Ziel ist es, dann einen dauerhaft sicheren Zweirichtungsradweg zwischen der Friedensstraße und dem Haidenauplatz zu bauen.
Bis dahin müssen Radfahrer auf die vorgesehenen Umleitungen ausweichen. Besonders in der zweiten Jahreshälfte 2026 wird die stadtauswärtsführende Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zeitweise komplett gesperrt sein.
Quelle: München – zur Originalmeldung