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München baut Fußwege rund um das Kunstareal aus

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Die Stadt München will das Gebiet rund um die Pinakotheken und Museen für Fußgänger attraktiver machen. In einem Bericht an den Stadtrat wird aufgewiesen, was bereits erledigt ist und welche Pläne noch warten.

In München (Bayern) soll das sogenannte Kunstareal für Menschen zu Fuß freundlicher werden. Auf Antrag von Stadtratsmitgliedern hat Mobilitätsreferent Georg Dunkel nun dargelegt, welche Maßnahmen die Stadt bereits umgesetzt hat und was noch geplant ist.

In den letzten Jahren gab es schon einige Änderungen. In der Theresienstraße und der Gabelsbergerstraße wurden während der Pandemie sogenannte „Pop-Up Bike Lanes“ für Radfahrer markiert. Da die Radfahrer nun eigene Spuren haben, gibt es weniger Streit mit Fußgängern auf den Gehwegen. Auch am Maximiliansplatz wurden Knotenpunkte barrierefrei ausgebaut und mit Leitsystemen für Blinde ausgestattet. In der Karlstraße und der Ottostraße wurden bauliche Radwege entfernt, um mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Ähnlich verhielt es sich in der Brienner Straße westlich der Luisenstraße, wo der Radverkehr auf die Fahrbahn verlegt wurde.

Aktuell wird die Augustenstraße zwischen Görresstraße und Briennerstraße umgebaut. Diese Arbeiten dauern noch bis 2028. Hier sollen die Gehwege breiter werden und die Aufenthaltsqualität durch mehr Grün und Sitzbänke steigen. Das ist vor allem für Besucher der Pinakothek der Moderne wichtig, da die U-Bahn-Haltestelle Theresienstraße dort liegt. Zudem wurde die Schellingstraße durchgehend auf Tempo 30 beschränkt, was das Überqueren der Straße einfacher macht.

Es gibt auch Pläne für die Zukunft. So wird geprüft, wie die Theresienstraße, die Gabelsbergerstraße und die Türkenstraße im Sinne des „Radentscheids“ umgestaltet werden können. Dabei sollen Radwege mit einer Breite von 2,30 Metern entstehen, während die Gehwege möglichst breit bleiben. Außerdem gibt es die Idee eines „Kunstgartens“ eines Pariser Büros, der mehr Sitzflächen und bessere Wege zwischen den Museen schaffen soll. Auch die Brienner Straße im Bereich des Königsplatzes soll geprüft werden, um die Gehwege dort zu verbessern.

Ob und wann diese neuen Projekte wirklich starten, ist derzeit unklar. Die Stadt München weist darauf hin, dass die Haushaltslage sehr angespannt ist. Deshalb können für viele Vorhaben noch keine konkreten Termine genannt werden.

Interessant ist zudem eine Statistik aus dem Jahr 2023: In der Maxvorstadt, wo das Kunstareal liegt, legten 42 Prozent der Menschen ihre Wege zu Fuß zurück. Das ist ein sehr hoher Wert. In ganz München stieg der Anteil der Fußwege seit 2017 insgesamt um 9 Prozentpunkte auf nun etwa 33 Prozent.

Der Behindertenbeirat der Stadt fordert, dass alle Maßnahmen komplett barrierefrei umgesetzt werden. Die Stadtverwaltung hat zugesichert, dass dies bei allen Straßenbaumaßnahmen passieren wird.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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