München: Neue Regeln für die Laimer Unterführung
In der Laimer Unterführung (München) ist es oft eng. Wer dort zu Fuß geht oder mit dem Rad fährt, kommt sich häufig in die Quere. Eine richtige bauliche Trennung der Wege gibt es nicht, und das wird es wohl auch noch eine Weile nicht geben. Erst Ende 2028 soll die neue sogenannte Umweltverbundröhre fertig sein.
Weil es aber jetzt schon gefährlich ist, haben sich die Stadtverwaltung, der Behindertenbeirat und die Polizei zusammengesetzt. An einem runden Tisch wurden schnelle Lösungen erarbeitet. Seit dieser Woche werden die ersten Änderungen umgesetzt. Die Stadt nutzt dafür bewusst die Ferienzeit, damit weniger Menschen durch die Baustellen gestört werden.
Die wichtigsten Änderungen betreffen die Schilder und Markierungen. Vor den Tunneleingängen auf der Nord- und Südseite gibt es nun Schilder, die das Ende des Radwegs ankündigen. Zudem werden neongelbe Schilder mit der Aufschrift Schrittfahren angebracht. Direkt an den Portalen steht nun deutlich, dass man maximal 5 bis 7 km/h fahren darf. Auf dem Boden gibt es neue Markierungen, Piktogramme und den Schriftzug Schritttempo, damit jeder weiß, wo er lang muss.
Rechtlich gesehen ist die Unterführung eigentlich ein Gehweg, auf dem Radfahrer nur zu Gast sind. Sie müssen auf die Fußgänger achten und dürfen sie nicht behindern. Um das auch jedem klarzumachen, hängen in den nächsten Wochen Banner an den Eingängen. Im Herbst soll zudem eine Aktion vor Ort starten, die unter dem Motto Miteinander unterwegs mit Herz für mehr Rücksicht sorgt.
Auch für mehr Platz wurde gesorgt. Im Juli hat die P+R Park & Ride GmbH die Fahrradständer im Tunnel kontrolliert. Dabei wurden 125 Fahrräder entfernt, die wohl aufgegeben worden waren, sowie ein Schrottrad. So bleibt mehr Platz für Leute, die ihre Räder ordentlich abstellen.
Die Stadt wird die Situation nach der Umsetzung der Maßnahmen weiter beobachten. Ob die neuen Schilder und Markierungen ausreichen, um die Konflikte dauerhaft zu lösen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Quelle: München – zur Originalmeldung