München lehnt Finanzspritze für Schulausflüge ab
Einige Stadtrats-Mitglieder aus der Fraktion Die Linke hatten einen Plan: Die Stadt München (Bayern) sollte einen speziellen Fonds einrichten. Damit sollten Schulausflüge und Exkursionen auch für Kinder aus armen Familien bezahlbar bleiben, wenn das Geld gerade nicht rechtzeitig da ist. Der Fonds sollte eigentlich schon im Schuljahr 2025/2026 starten.
Doch der Stadtschulrat Florian Kraus hat nun eine Absage erteilt. Er schreibt, dass die Idee zwar gut sei, die Stadt aber schlichtweg kein Geld dafür habe. Die Haushaltslage sei zu angespannt. Wenn man jetzt Geld für diesen Fonds ausgeben würde, müsste man an anderen Stellen sparen. Das würde Familien treffen, die zum Beispiel Zuschüsse für das Schulessen, Ermäßigungen für Ferienangebote oder Geld für Sportkleidung und Vereinsbeiträge bekommen.
Die Stadt betont zudem, dass es bereits Hilfe gibt. Familien, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) beziehen, bekommen die Kosten für Fahrten und Ausflüge erstattet. Die Schulen helfen den Eltern dabei, die Anträge beim Jobcenter, im Sozialbürgerhaus oder beim Amt für Wohnen und Migration zu stellen.
Laut Stadtschulrat müssten Eltern Geld nur dann vorstrecken, wenn sie den Antrag zu spät stellen. Das komme aber kaum vor, da die Schulen auch verspätete Zahlungen akzeptieren. An den städtischen Schulen sei bisher kein einziger Fall bekannt, bei dem ein Kind wegen fehlender Gelder nicht mitfahren durfte. Über die staatlichen Schulen liegen der Stadt keine Daten vor.
Damit ist das Thema für die Stadtverwaltung erst einmal erledigt.
Quelle: München – zur Originalmeldung