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München setzt auf bestehende Angebote gegen Einsamkeit

Die Stadt München hat auf Anträge von Stadträten reagiert und aufgezeigt, welche Hilfen es bereits für Menschen unter 70 Jahren gibt.

Mehrere Stadtratsmitglieder hatten die Stadt München aufgefordert, eine Übersicht über alle Maßnahmen gegen Einsamkeit zu erstellen. Besonders Menschen unter 70 Jahren sollen besser erreicht werden. Zudem gab es Vorschläge für ein neues Bündnis gegen Einsamkeit, eine Aktionswoche und einen Ideenwettbewerb.

Sozialreferentin Dorothee Schiwy hat nun darauf geantwortet. Sie betont, dass es in München (Bayern) bereits ein riesiges Netz an Angeboten gibt. Viele dieser Hilfen laufen nicht direkt unter dem Namen Einsamkeit, sondern sind in sozialen, kulturellen oder gesundheitlichen Projekten versteckt. Dazu gehören etwa Nachbarschaftstreffs, Sozialbürgerhäuser und Beratungsstellen.

Um Menschen zu erreichen, die nicht von selbst zu einer Stelle gehen, setzt die Stadt auf aufsuchende Hilfe. Ein Beispiel sind die 25 „Ratschbankerl“ im Stadtgebiet, die als einfache Begegnungsorte dienen. Auch das Projekt „UnS“ (Unterstützung im Sozialraum) hilft dabei, vor allem älteren Menschen oder migrantischen Müttern aus der Isolation zu helfen.

Auch Sport und Kultur spielen eine große Rolle. Vom 1. Mai bis zum 30. September gibt es zum Beispiel „Fit im Park“ in über 16 Anlagen, darunter im Westpark, Ostpark und Luitpoldpark. Die Kurse wie Yoga oder Zumba sind kostenlos und für alle Altersgruppen offen. Im Winter gibt es Hallensport-Angebote wie „MUCkis für alle“ von Oktober bis Juli.

Wer Hilfe sucht, kann sich an das Stadtportal muenchen.de, die Seite engagiert.muenchen.de oder die Plattform jugendinfo-muenchen.de wenden. Für Neu-Münchner gibt es zudem die Integreat-App in verschiedenen Sprachen. Die Sozialbürgerhäuser dienen als direkte Anlaufstellen im Viertel.

Die Vorschläge der Stadträte für neue Formate wie eine Aktionswoche oder Präventionslotsen begrüßt die Referentin grundsätzlich. Sie weist jedoch darauf hin, dass viele dieser Ideen bereits in bestehenden Strukturen umgesetzt werden. Auch die Vernetzung verschiedener Akteure finde bereits in Gremien und Kooperationen statt. Gleichzeitig betont die Stadt, dass bei der Haushaltskonsolidierung verantwortungsvoll mit den Finanzen umgegangen werden muss, um langfristig handlungsfähig zu bleiben.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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