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München lehnt zentrale Stelle für Müllfragen ab

Einige Stadträte wollten eine einzige Anlaufstelle für Vermüllung in der Stadt. Die Stadtverwaltung sagt nun Nein.

In München (Landeshauptstadt von Bayern) gibt es oft Streit darum, wer eigentlich für den Müll an einer bestimmten Stelle zuständig ist. Mehrere Stadträte der CSU und der Freien Wähler hatten deshalb einen Plan: Sie forderten eine Koordinierungsstelle für Vermüllungsfragen. Die Idee war, dass Bürger nur noch eine Stelle anrufen müssen und nicht mehr zwischen verschiedenen Ämtern hin- und hergeschickt werden.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer hat diesen Wunsch nun abgelehnt. Die Stadtverwaltung sieht darin keinen echten Nutzen. Ein Hauptgrund ist das Geld: In der aktuellen Haushaltslage wolle man keine neuen Stellen schaffen, die zusätzlichen Personal- und Verwaltungsaufwand bedeuten.

Zudem erklärt das Baureferat, dass eine solche Stelle das Problem gar nicht lösen würde. Ob Müll im Bereich Tiefbau, Gartenbau oder bei den Stadtwerken liegt, hänge oft von komplizierten Details ab. Da gehe es um Eigentumsverhältnisse oder spezielle Verträge zwischen der Stadt und privaten Besitzern. Eine zentrale Stelle hätte dieses Fachwissen nicht und müsste die Anfragen sowieso an die Fachabteilungen weiterleiten. Das würde den Prozess nicht beschleunigen.

Das Referat für Klima- und Umweltschutz hat die Entscheidung mitgetragen. Die Stadt geht davon aus, dass das Thema damit erledigt ist.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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