München lehnt Aktionstag gegen Müll-Sünder ab
In München (Bayern) sollte es eigentlich einen speziellen Tag geben, an dem die Stadt massiv gegen Leute vorgeht, die ihren Müll einfach auf die Straße werfen. Mehrere Stadträte der CSU und der Freien Wähler hatten diesen Aktionstag „Müll weg“ beantragt. Die Idee war, dass Mitarbeiter im Außendienst verstärkt kontrollieren und gleichzeitig die Leute über die Regeln aufklären.
Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer hat diesen Plan nun abgelehnt. Der Grund ist das Geld: Die Stadtkasse sei in einer angespannten Lage. Für einen eigenen, stadtweiten Aktionstag fehle es an den nötigen Mitteln und dem Personal, um das Ganze zu organisieren.
Die Stadt betont jedoch, dass sie das Thema Sauberkeit nicht vernachlässige. Das Baureferat setze bereits auf andere Wege, um die Bürger zu sensibilisieren. Dazu gehören Kampagnen wie „Natürlich Isar“ oder „Rein. Und sauber“. Außerdem klebe die Stadt Aufkleber auf Sperrmüll, der illegal auf der Straße abgestellt wurde, um auf die richtige Entsorgung hinzuweisen.
Auch bei Veranstaltungen wie den Stadtteilwochen oder Bürgerfesten wolle man die Menschen erreichen. So gab es im Sommer 2025 in Neuhausen-Nymphenburg eine Aktion, bei der die Bürger einen Einblick in die Arbeit der Straßenreinigung bekamen. Zudem nutze die Stadt soziale Medien und Pressemitteilungen, besonders nach großen Ereignissen wie Silvester oder dem Oktoberfest, um auf das Müllproblem aufmerksam zu machen.
Die Stadt bleibt also bei ihrer aktuellen Strategie aus Information und Öffentlichkeitsarbeit, anstatt eine gezielte Kontrollaktion einzuführen.
Quelle: München – zur Originalmeldung