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München: Keine neue Popmusik-Strategie wegen Geldmangel

Ein Antrag mehrerer Stadtrats-Mitglieder auf eine gemeinsame Strategie für die Popmusik-Szene wurde abgelehnt. Das Kulturreferat sagt: Das Geld und das Personal fehlen.

Einige Stadtrats-Mitglieder der Grünen, der Rosa Liste und von Volt hatten am 6. Februar 2026 einen Plan vorgelegt. Sie wollten, dass die Stadt München (Bayern) gemeinsam mit Musikern, Vereinen und Agenturen eine feste Strategie für die Popmusik entwickelt. Ein externer Dienstleister sollte den Prozess begleiten, und der Stadtrat wollte regelmäßig über die Fortschritte informiert werden.

Kulturreferent Marek Wiechers hat diesen Wunsch nun abgelehnt. Der Grund ist die finanzielle Lage der Stadt, die er als äußerst angespannt beschreibt. Für eine solche Strategie fehle schlichtweg das Geld. Außerdem gibt es im Kulturreferat einen Einstellungsstopp. Das bedeutet, dass frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Die Mitarbeiter, die noch da sind, hätten bereits jetzt zu viel zu tun. Eine neue, große Aufgabe würde die tägliche Arbeit zu stark belasten, sodass bestehende Förderungen für die Musikszene gefährdet wären.

Das Referat betont jedoch, dass man die Popmusik nicht vernachlässige. In den letzten Jahren seien bereits viele Dinge getan worden. So gibt es Stipendien für Musikproduktionen und Geld für nicht-kommerzielle Konzerte und Festivals. Auch Proberäume in den Domagkateliers und in der Aidenbachstraße sowie das Musikproberaumzentrum AMP seien wichtige Erfolge gewesen. Über den „Munich Music Booster“ bekämen Newcomer kleine Zuschüsse, und es gebe Kooperationen mit dem Reeperbahnfestival oder der c/o Pop.

Zudem verweist die Stadt auf eine aktuelle Studie zu den Musikspielstätten in München, die von der Firma Creative Tide erstellt wurde. Die Ergebnisse dieser Studie werden gerade geprüft, um die Situation der Clubs und Spielstätten besser zu verstehen. Wenn das Geld reicht, sollen die Empfehlungen aus der Studie umgesetzt werden.

Das Kulturreferat ist der Meinung, dass ein langer, offizieller Strategie-Prozess zu starr wäre. Die Musikszene ändere sich zu schnell, sodass die Ergebnisse am Ende vielleicht schon wieder veraltet wären. Man wolle lieber flexibel auf neue Ideen reagieren. Konzepte für weitere Projekte, wie etwa eine Tour-Förderung für Münchner Bands, liegen bereits in der Schublade. Diese könnten umgesetzt werden, sobald die Haushaltslage wieder besser ist.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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