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München lehnt neues Konzept für Schwammregion ab

Ein Stadtrat wollte München und das Oberland zu einer großen 'Schwammregion' zusammenschließen, um besser gegen Trockenheit und Starkregen vorzubereiten. Die Stadtverwaltung sagt nun Nein.

Stadtrat Dirk Höpner von der München-Liste hatte einen Plan: München sollte sich mit den umliegenden Landkreisen und dem Oberland zusammenschließen. Gemeinsam wollten sie ein Konzept namens „Schwammregion München-Oberland“ entwickeln. Das Ziel war, das Wasser von den Alpen bis in den Norden der Stadt (München, Bayern) besser zu verstehen und zu steuern. So sollte die Region besser gegen extreme Trockenheit und plötzliche Starkregen geschützt werden.

Höpner argumentierte, dass Wasser sich nicht an Stadtgrenzen hält. Das Grundwasser, das die Stadt braucht, kommt aus den Nachbarlandkreisen. Zudem fürchtete er, dass weniger Wasser in die Stadt fließt, wenn die letzten Gletscher in den Alpen wegschmelzen. Er wollte deshalb, dass man gemeinsam überlegt, wie man Wasser in der Region hält und mit Bauvorhaben in Flussauen umgeht.

Die Referentin für Klima- und Umweltschutz, Christine Kugler, hat nun geantwortet. Ein neues großes Konzept gibt es nicht. Das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus teilte mit, dass derzeit keine neuen Schwammregionen eingerichtet werden. Es gibt für dieses Vorhaben also auch kein Geld vom Staat.

Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass man nicht untätig ist. Man arbeite bereits an anderen Projekten. So gibt es beim Hachinger Bach eine Zusammenarbeit mit den Gemeinden Neubiberg, Oberhaching, Taufkirchen und Unterhaching. Dort wird gerade ein Konzept gegen Hochwasser vorangetrieben. Zudem nimmt München am EU-Projekt „MARGIN“ teil. Dabei wird untersucht, wie der Klimawandel und die Bebauung das Grundwasser in der Stadt beeinflussen. Mit der Technischen Universität München werden Modelle entwickelt, um zu sehen, wie „Schwammstadt-Maßnahmen“ wirklich helfen.

Weitere Schritte sind geplant: Ab Oktober 2026 soll der Hochwasserschutz an der Isar zwischen der Reichenbachbrücke und dem Isartor verbessert werden. Dafür wird Kies umgelagert. Außerdem gibt es regelmäßige Treffen mit dem Wasserwirtschaftsamt München und den Nachbarn, um über die Renaturierung von Gewässern und zu niedrige Wasserstände zu sprechen.

Die Stadtverwaltung sieht die Angelegenheit mit diesen Erklärungen als erledigt an.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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