München lehnt neues Sicherheitskonzept für Bahnen und Straßen ab
Drei Stadtratsmitglieder der AfD, Daniel Stanke, Markus Walbrunn und Iris Wassill, hatten am 27. November 2025 einen Antrag gestellt. Sie forderten ein neues, stadtweites Sicherheitskonzept für den öffentlichen Raum und die öffentlichen Verkehrsmittel in München (Bayern). In diesem Konzept sollte es auch eine genaue Analyse von Gewalt- und Eigentumsdelikten seit 2015 geben. Dabei sollten die Staatsangehörigkeiten der Tatverdächtigen eine besondere Rolle spielen.
Mobilitätsreferent Georg Dunkel wies die Forderungen nun zurück. Er erklärte, dass die Sicherheit in München bereits auf einem konstant hohen Niveau liege. Viele der gewünschten Maßnahmen seien bereits in Betrieb. Das Problem sei nicht die fehlende Sicherheit, sondern dass viele Menschen gar nicht wissen, welche Hilfen es schon gibt. So werden Notrufknöpfe, Videoüberwachung oder die Option „Halt auf Wunsch“ oft nicht wahrgenommen.
Eine Auswertung der Straftaten nach Staatsangehörigkeit lehnte das Mobilitätsreferat komplett ab. Das sei fachlich nicht sinnvoll und würde Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft vorverurteilen.
Auch andere Behörden und Unternehmen sehen keinen Handlungsbedarf. Die SWM/MVG betont, dass ihr aktuelles Konzept aus U-Bahnwachen, Kameras und einer besseren Beleuchtung bereits wirksam sei. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) sieht ebenfalls keine Notwendigkeit für ein weiteres Format.
Die Polizei liefert Zahlen zur Unterstützung: Im Jahr 2025 sei die Gewaltkriminalität im öffentlichen Nahverkehr deutlich gesunken, und zwar um 11,7 Prozent. Dass die Gesamtzahl der Straftaten dennoch gestiegen ist, liege vor allem an den sogenannten Leistungserschleichungen – also Menschen, die schwarzfahren. Da die Kontrollen jedoch dichter geworden sind, wurden mehr dieser Fälle erfasst.
Die Stadt geht davon aus, dass die Angelegenheit mit diesen Erklärungen erledigt ist.
Quelle: München – zur Originalmeldung