München kürt Gewinner der Innovationspreise 2026
In München (Bayern) wurden die Gewinner des städtischen Innovationswettbewerbs 2026 bekannt gegeben. Bürgermeisterin Mona Fuchs überreichte den Teams bei einer Feier die Urkunden. Die Stadt sucht jedes Jahr nach neuen Lösungen für Probleme im Alltag der Verwaltung und der Infrastruktur.
Insgesamt vier Projekte haben gewonnen: die Start-ups kibaudi GmbH, NewSense Engineering GmbH und DATFID sowie ein Team der Hochschule München mit dem Projekt TreeQuest. Jeder Gewinner erhält einen Preis von 10.000 Euro. Damit ist aber nicht Schluss: Für die sogenannte Co-Creation-Phase, in der die Ideen in der Praxis getestet werden, stellt die Stadt pro Projekt bis zu 15.000 Euro bereit. Außerdem bekommen die Teams kostenlose Hilfe von Entrepreneurship-Zentren.
Ein Projekt der kibaudi GmbH soll die Arbeit im Kreisverwaltungsreferat erleichtern. Viele erfahrene Mitarbeiter gehen bald in Rente, und das Wissen steckt oft in alten E-Mails oder Dokumenten. Die Firma entwickelt einen KI-Agenten, der diese Informationen schnell findet und verknüpft, damit die Beamten schneller fundierte Entscheidungen treffen können.
Das Team DATFID setzt ebenfalls auf Künstliche Intelligenz, diesmal für den Umweltschutz. Das Programm ÖKOPROFIT hilft Betrieben, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Bisher lief viel über Excel-Listen. Die neue Lösung soll die Daten analysieren und den Firmen konkrete Tipps geben, wie sie ihre Umweltbilanz verbessern können.
Auch die Münchner Stadtentwässerung profitiert von neuen Ideen. Die Firma NewSense Engineering will helfen, Informationen aus 9.000 alten PDF-Zeichnungen des Kanalnetzes auszulesen. Bisher waren diese technischen Details schwer zugänglich. Die KI soll die Daten extrahieren und eventuell sogar 3D-Modelle der Kanalisation erstellen.
Das Team der Hochschule München geht einen anderen Weg und setzt auf die Hilfe von Schülern. Mit der App TreeQuest sollen Jugendliche im Unterricht oder in ihrer Freizeit Bäume in der Stadt kartieren. Durch kleine Spiele und Missionen werden die Schüler motiviert, Datenfehler zu korrigieren und den Zustand der Bäume zu melden. Die Daten fließen dann in die Planung der Smart City ein.
Nach der Sommerpause starten nun die Projekte in die Testphase. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft organisiert den Wettbewerb bereits seit 2018, um München trotz Fachkräftemangel und Digitalisierung attraktiv zu halten.
Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Interessierte unter muenchen.de/innovationswettbewerb.
Quelle: München – zur Originalmeldung