München informiert im ÖPNV über Krisenvorsorge
Wer in München (Landeshauptstadt Bayern) mit dem Bus, der Tram oder der Bahn unterwegs ist, sieht im August vermehrt kurze Videos auf den Bildschirmen. Die Branddirektion München hat dafür mit der Firma Ströer zusammengearbeitet. Das Ziel ist einfach: Die Menschen sollen wissen, was im Ernstfall zu tun ist, wenn zum Beispiel der Strom ausfällt oder eine Pandemie ausbricht.
Insgesamt gibt es die Videos an 20 S- und U-Bahn-Stationen sowie auf 180 Bildschirmen in den Wartehallen von Bussen und Bahnen. Die Clips dauern jeweils etwa zehn Sekunden. Damit die Leute nicht wegschauen, gibt es kleine Quizfragen. So wird zum Beispiel gefragt, welche Warn-App man auf dem Handy haben sollte. Die richtige Antwort ist die App NINA.
Neben der App geht es in den Videos auch um Notvorräte, Erste-Hilfe-Kurse und das richtige Verhalten in Notlagen. Die Stadt möchte damit die sogenannte Resilienz stärken. Das bedeutet, dass die Bürger besser in der Lage sind, sich in einer Krise selbst zu helfen. Wenn die Menschen vorbereitet sind, können die Feuerwehr und der Rettungsdienst ihre Kräfte im Ernstfall auf die wirklich kritischen Einsätze konzentrieren.
Die Inhalte basieren auf einem Ratgeber des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Diesen kann man sich kostenlos online ansehen oder bestellen. Wolfgang Schäuble, der Leiter der Feuerwehr München, betont, dass Krisenvorsorge eine Gemeinschaftsaufgabe sei. Je besser die Leute informiert sind, desto effektiver könne die Feuerwehr helfen.
Wer mehr wissen möchte, kann die Internetseite der Stadt München oder die Seite des BBK besuchen. Dort gibt es weitere Tipps zur persönlichen Vorsorge.
Quelle: München – zur Originalmeldung