München gibt Millionen für Kita-Kosten aus
In München (Bayern) gibt die Stadt viel Geld aus, um Eltern bei den Kosten für die Kita oder Krippe zu helfen. Im Jahr 2025 hat die wirtschaftliche Jugendhilfe bei insgesamt 6.777 Kindern die Teilnahmebeiträge ganz oder teilweise übernommen. Das waren im Durchschnitt etwa 400 Euro pro Monat und Kind.
Insgesamt beliefen sich die Ausgaben im Jahr 2025 auf 32,6 Millionen Euro. Damit sind die Kosten stark angestiegen. Nur ein Jahr zuvor, 2024, waren es noch 17,9 Millionen Euro. Auch die Zahl der Fälle hat zugenommen: Während im August 2023 noch 1.485 Fälle bestanden, waren es im August 2025 bereits 5.142.
Die Regeln für die Hilfe sind unterschiedlich. Kinder ab einem Jahr haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz, egal ob die Eltern arbeiten oder nicht. Nur bei Babys unter einem Jahr wird genau geprüft, ob die Betreuung nötig ist. Das kann zum Beispiel an der Arbeit der Eltern liegen, aber auch an sozialen Gründen oder dem Wohl des Kindes. Zwischen September 2025 und Mai 2026 erhielten so 394 Babys Unterstützung.
Besonderheiten gibt es bei Alleinerziehenden. Hier geht die Stadt davon aus, dass eine Betreuung von bis zu sechs Stunden täglich nötig ist, um die Eltern zu entlasten. Erst wenn die Kinder länger in der Kita sind, müssen die Eltern belegen, warum das nötig ist – etwa wegen der Arbeit oder einer Qualifizierung.
In städtischen Kitas läuft das Ganze anders. Dort werden die Gebühren direkt ermindert, statt Geld auszuzahlen. Im Kita-Jahr 2024/2025 gab es dort 2.510 solcher Fälle. Die Eltern müssen hier oft drei Monate warten, bis ihr Antrag fertig bearbeitet ist.
Die Stadt betont, dass berufstätige Eltern bei der Platzvergabe in städtischen Einrichtungen besonders berücksichtigt werden. Bei privaten Trägern hat die Stadt jedoch keinen Einfluss darauf, wer einen Platz bekommt. Ob und wie viele Eltern ohne Job die Hilfe erhalten haben, ist nicht genau bekannt, da die Stadt dazu keine Daten erhebt. Lediglich bei 82 Kindern im Jahr 2025 wurde die Hilfe wegen einer sozialpädagogischen Notlage bewilligt.
Quelle: München – zur Originalmeldung