München bringt Sprachsteuerung für KI-Tool MUCGPT
In München (Bayern) soll die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz im Rathaus einfacher werden. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat deshalb einen Antrag gestellt. Es geht um das städtische KI-Werkzeug namens „MUCGPT“. Bisher müssen die Mitarbeiter ihre Anfragen mühsam eintippen. Die Stadträte Roland Hefter, Felix Lang, Dr. Nadine Liebchen, Barbara Likus, Lars Mentrup und Monika Schmid-Balzert wollen das ändern: Die KI soll auch Sprache verstehen und in Text umwandeln.
Das Argument der Politiker ist simpel: Wer gerade im Telefonat steckt oder unterwegs bei einem Außentermin ist, kann keine langen Texte tippen. Das kostet Zeit. Außerdem hilft eine Sprachfunktion Menschen, die körperliche Einschränkungen haben und nicht gut tippen können. Zudem befürchten die Stadträte, dass Mitarbeiter auf private KI-Angebote ausweichen, wenn das städtische Tool zu unpraktisch ist. Das wäre ein Problem für den Datenschutz.
Die IT-Referentin Dr. Laura Dornheim hat nun reagiert. Sie bestätigt, dass die Stadt das Problem kennt und bereits an einer Lösung arbeitet. Die Funktion ist schon in der Planung und wird aktuell umgesetzt. Die Technik soll so funktionieren, dass die Umwandlung von Sprache in Text direkt auf den Geräten der Stadt passiert.
Ein Teil der Software wurde vom Entwicklerteam des IT-Referats bereits programmiert. Der Code ist sogar öffentlich auf der Plattform GitHub einsehbar. Es gibt allerdings noch ein paar technische Probleme, die gelöst werden müssen. Die Stadt rechnet damit, dass die Sprachsteuerung im zweiten Halbjahr 2026 fertig ist. Zusätzliches Geld muss die Stadt dafür nicht ausgeben, da die Kosten aus dem bestehenden Budget für MUCGPT bezahlt werden.
Quelle: München – zur Originalmeldung