Millionen-Förderung für neue Fusionsenergie-Zentren in Deutschland
Deutschland will beim Rennen um die Energie der Zukunft mitmischen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat gemeinsam mit den Wissenschaftsministern verschiedener Bundesländer die neuen sogenannten Fusionshubs vorgestellt. Insgesamt sieben Bundesländer haben sich in einer Allianz zusammengeschlossen: Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein.
Es werden drei verschiedene Zentren aufgebaut, die sich auf unterschiedliche Techniken konzentrieren. Ein Hub für die Magnetfusion wird rund um das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München entstehen. Ein zweiter Hub widmet sich der Laserfusion; dieser wird an den Standorten Hamburg (European XFEL) und Biblis (Hessen) angesiedelt. Der dritte Hub konzentriert sich auf die Entwicklung von Brennstoffen und Materialien und wird rund um das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Karlsruhe (Baden-Württemberg) aufgebaut.
Auch Sachsen ist an allen drei Projekten beteiligt. Hier fließen die Kompetenzen des Netzwerks SaxFusion ein, wobei vor allem das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und das Fraunhofer-Institut für Werkstoffsysteme (IWS) eine wichtige Rolle spielen.
Für die erste Phase der Förderung stellt der Bund rund 125 Millionen Euro bereit. Los geht es im August 2026. Zuerst müssen die organisatorischen Strukturen geschaffen werden, damit Forschungseinrichtungen, Firmen und Start-ups effizient zusammenarbeiten können. Danach starten die eigentlichen Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Bis zum Jahr 2029 soll das Programm in insgesamt sechs Stufen kontinuierlich erweitert werden.
Die Politik hofft, dass durch diese Zusammenarbeit die Forschung schneller in die Industrie übertragen wird. Wenn es gelingt, die Kernfusion kommerziell zu nutzen, könnten neue Arbeitsplätze entstehen und Deutschland einen großen technologischen Vorteil gewinnen.
Weitere Details zum genauen Zeitplan der sechs Ausbaustufen liegen bislang nicht vor.