Markneukirchen: Geld für neues Museumskonzept fließt
In Markneukirchen (Vogtlandkreis) gibt es gute Nachrichten für die Kultur. Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch hat am 20. Juli 2026 Fördergelder in Höhe von 108.000 Euro übergeben. Die Stadt Markneukirchen legt noch einmal 12.000 Euro aus eigenen Mitteln oben drauf. Insgesamt stehen also 120.000 Euro zur Verfügung.
Mit diesem Geld wird nun ein Planungswettbewerb gestartet. Experten sollen innovative Ideen entwickeln, wie das Museum in Zukunft aussehen kann. Geplant sind unter anderem neue Ausstellungsflächen, Räume zum Experimentieren mit Klängen und moderne Lager für die Instrumente. Das Ziel ist ein Neubau, der die verschiedenen Gebäudeteile verbindet. Bisher trennt eine öffentliche Straße die Bereiche, was den Besuch erschwert. Künftig soll ein Rundgang möglich sein, bei dem man nicht mehr nach draußen muss und alles barrierefrei erreichbar ist. Außerdem soll so der Sanierungsstau am alten Gebäude endlich behoben werden.
Das Museum ist ein wichtiger Ort für die Region. In der 140 Jahre alten Sammlung befinden sich über 4.000 Instrumente aus der ganzen Welt. Die Tradition des Instrumentenbaus im Vogtland ist so bedeutend, dass sie seit 2014 zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands gehört.
Der Zeitplan ist eng gesteckt: Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen im Jahr 2027 präsentiert werden. Das passt genau zum großen Jubiläum, denn dann feiert die Geigenbauerinnung Markneukirchen ihr 350-jähriges Bestehen. Für die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr hat Ministerpräsident Michael Kretschmer bereits die Schirmherrschaft übernommen.