Annaberg-Buchholz: Alte Gottesackerkapelle wird wieder geöffnet
In Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis, Sachsen) kehrt ein Stück Stadtgeschichte zurück. Die Pfad-Finder Buchholz haben über sieben Jahre lang hart gearbeitet, um die einstige Friedhofskirche „Gottesackerkapelle“ wiederzubeleben. Aus den Überresten haben sie ein Denkmal geschaffen, das die Kirche als Ruine nachbildet. Das Bauwerk steht am Ende der Karlsbader Straße.
Am Freitag, den 19. Juni 2026, findet ab 18 Uhr ein kleiner Festakt statt. Dabei machen die Pfadfinder das Gelände rund um die historische Stätte wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Alle Bürger sind eingeladen; für Essen und Getränke ist gesorgt.
Die Ruine ist nun Teil eines Historischen Pfads durch den Stadtteil. Sie erinnert an die knapp 450-jährige Geschichte der Kapelle, die früher als Begräbniskirche diente. Die Mauern stammen aus dem Jahr 1539. Auf dem Gelände gibt es eine gelbe Zuwegung, ein Kreuz und alte Grabsteine, die an den früheren Friedhof erinnern.
Im Inneren der Kirche markiert ein roter Bodenbelag den ehemaligen Kirchenraum. Dort steht eine Nachbildung des Wolfgangaltars von Hans-Hesse. Das Original zierte die Kirche bis 1938 und ist seit 1991 in der St. Katharinenkirche ausgestellt. Wer die Ruine abends besucht, kann eine dezente Beleuchtung des Mauerwerks sehen.
Weitere Informationen gibt es bei der Stadtverwaltung in der Großen Kreisstadt Annaberg-Buchholz.