Marburg: Schüler forschen an Medikamenten der Zukunft
In Marburg (Hessen) ist das 41. Erfinderlabor zu Ende gegangen. Eine Woche lang, vom 17. bis zum 21. August, waren 16 Schülerinnen und Schüler aus der gymnasialen Oberstufe im Einsatz. Sie arbeiteten am Fachbereich Pharmazie der Philipps-Universität Marburg.
Die Jugendlichen haben sich in vier Gruppen mit Biotechnologie und der Entwicklung von Arzneimitteln beschäftigt. Sie haben im Labor selbst Wirkstoffe hergestellt und sich mit molekularbiologischen Fragen auseinandergesetzt. Dabei lernten sie moderne Methoden der Analyse und pharmazeutische Technologieprozesse kennen. Die Schüler arbeiteten weitgehend auf eigene Faust an Problemen aus der wissenschaftlichen Praxis, werteten ihre Daten aus und bereiteten diese für eine Präsentation vor.
Am Ende der Woche stellten die Jugendlichen ihre Ergebnisse vor rund 200 Gästen aus der Politik, der Wirtschaft und dem Bildungsbereich vor. Kultusminister Armin Schwarz besuchte die Veranstaltung. Er lobte den Einsatz der Jugendlichen und betonte, dass Leistung mehr als nur gute Noten bedeute, sondern vor allem Engagement und Kreativität.**
Das Projekt wird vom Zentrum für Chemie (ZFC) mit Sitz in Bensheim organisiert. Der Verein fördert seit 2004 den Nachwuchs in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Das Erfinderlabor ist Teil der Initiative „Schule 3.0 – MINT for Future“. Ziel ist es, die Berufsorientierung zu verbessern und Schülern zu helfen, gesellschaftlich wichtige Fragen besser zu bewerten. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen.
Damit das Wissen nicht verloren geht, werden die Ergebnisse der Schüler nun in Erklärvideos umgewandelt. Diese sollen später im normalen Schulunterricht eingesetzt werden.