Magdeburg: Haftbefehl am Hauptbahnhof vollstreckt
Am Donnerstagnachmittag gegen 14:25 Uhr kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen Mann am Hauptbahnhof in Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Als die Beamten seine Daten im System prüften, kam schnell heraus, dass die Staatsanwaltschaft Stendal einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt hatte.
Der Hintergrund ist eine alte Geschichte aus dem März dieses Jahres. Das Amtsgericht Burg hatte den 37-Jährigen wegen eines versuchten Diebstahls verurteilt. Er sollte eine Geldstrafe von 1.800 Euro zahlen. Da er das Geld nicht bezahlte und sich auch nicht meldete, um seine Ersatzstrafe von 100 Tagen Haft anzutreten, wurde er vor einer Woche offiziell gesucht.
Die Polizisten nahmen den Mann fest und brachten ihn zuerst in die Dienststelle am Bahnhof. Dort durchsuchten sie seine Sachen. Dabei stießen die Beamten auf Drogen und eine Krankenversichertenkarte, die nicht ihm gehörte. Außerdem hatten sie einen Notfallhammer dabei, den der Mann offenbar gestohlen hatte. Die Polizei nahm alle Gegenstände an sich.
Da der Mann die 1.800 Euro auch vor Ort nicht bezahlen konnte, wurde er direkt in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort tritt er nun seine gekürzte Haftstrafe von 50 Tagen an.
Neben der Haftstrafe gibt es für den Mann nun weiteren Ärger. Die Polizei hat neue Strafanzeigen wegen des Drogenbesitzes, Diebstahls und der Unterschlagung der Versichertenkarte geschrieben. Auch weil er den Notfallhammer mitgenommen hatte, muss er sich nun verantworten. Ob und inwieweit er sich durch die neuen Funde strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung