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Lüneburg weitet HanseCard auf Erwachsene aus

Künftig profitieren nicht mehr nur Kinder und Jugendliche von der Sozialkarte. Auch Erwachsene mit geringem Einkommen erhalten bald Vergünstigungen.

Die HanseCard in Lüneburg (Niedersachsen) wird grundlegend geändert. Der Stadtrat hat am Donnerstag, den 20. August, beschlossen, dass die Karte nicht mehr nur für junge Leute gilt. Bisher konnten nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren die Vorteile nutzen, wenn sie Sozialleistungen bezogen.

Das ändert sich nun: Künftig bekommen alle Menschen die HanseCard, die Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII (Bürgergeld oder Grundsicherung), nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder dem Wohngeldgesetz erhalten. Auch der Seniorenpass für Menschen ab 65 Jahren, die Sozialleistungen beziehen, wird in der HanseCard aufgehen. Insgesamt haben damit rund 13.000 Menschen Anspruch auf die Karte.

Das Ziel ist, dass Familien gemeinsam Ausflüge machen können. Bisher waren oft nur die Kinder abgesichert, während die Eltern oder Großeltern den vollen Preis zahlen mussten. Die Karte wird vor allem für Besuche im Freibad, im Sportbad, im SaLü oder im Eisstadion Adendorf genutzt. Auch die Kunstschule Ikarus, das Ostpreußische Landesmuseum, das Theater, der Wasserturm und die Familienbildungsstätte gehören zu den beliebten Zielen.

Die Stadt will das Angebot an Vergünstigungen jetzt noch erweitern und sucht dafür neue Partner. Außerdem soll die HanseCard besser mit der Ehrenamtskarte von Niedersachsen und der Jugendleiter-Card (JULEICA) zusammenpassen. Junge Ehrenamtliche, die bisher die HanseCard nutzten, können künftig auf diese speziellen Karten ausweichen.

Die Umstellung kostet die Stadt einmalig etwa 39.000 Euro für Material und Personal. Dieses Geld ist bereits im aktuellen Haushalt eingeplant. Laut Stadtverwaltung entstehen durch die höhere Nutzerzahl keine dauerhaft höheren Kosten. Im Gegenteil: In den Folgejahren soll sogar weniger Personal für die Verwaltung der Karten nötig sein, was im Haushaltsplan für 2027 berücksichtigt wird.

Quelle: Lüneburg – zur Originalmeldung

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