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Lüneburg gewinnt Wärme aus dem Abwasser

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Die Stadt setzt auf eine riesige Wärmepumpe am Klärwerk. Damit soll ein großer Teil der Fernwärme in der Innenstadt künftig klimafreundlich erzeugt werden.

In Lüneburg (Niedersachsen) gibt es bald eine neue Energiequelle für die Heizungen in der Stadt. Am Montag, den 24. August 2026, haben die Stadt, die AGL und die Firma Avacon Natur einen Vertrag unterschrieben. Gemeinsam wollen sie am örtlichen Klärwerk eine riesige Wärmepumpenanlage bauen. Der Stadtrat hatte dem Plan bereits am Donnerstag zuvor zugestimmt.

Die Idee dahinter ist simpel: Im gereinigten Abwasser steckt viel Wärme, die bisher einfach verloren ging. Die neue Anlage soll diese Energie herausholen und ins Fernwärmenetz von Lüneburg Mitte einspeisen. Laut Plan soll die Anlage eine Leistung von rund zehn Megawatt haben. Das reicht aus, um bis zu 80 Prozent des Wärmebedarfs in diesem Netz mit erneuerbarer Energie zu decken. Bisher wird die Wärme in der Stadt nämlich immer noch größtenteils mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl erzeugt.

Für die Umsetzung investiert die Avacon Natur GmbH rund 34 Millionen Euro. Geplant ist eine Energiezentrale mit zwei großen Wärmepumpen, die jeweils 5,2 Megawatt leisten. Der Bau der Anlage soll im Jahr 2027 starten. Wenn alles nach Plan läuft, geht die Anlage Anfang 2030 in Betrieb.

Auch für die AGL passt das Timing gut. Das Unternehmen kann nun die Modernisierung seiner eigenen Anlagen so planen, dass sie perfekt zum Neubau der Wärmepumpe passen. Dieser Prozess soll bis in die Jahre 2035 bis 2039 laufen.

Mit diesem Projekt will die Stadt den CO2-Ausstoß senken und die Wärmeversorgung unabhängiger von fossilen Energieträgern machen. Ob die Anlage die berechneten 80 Prozent tatsächlich erreicht, wird sich zeigen, wenn sie in wenigen Jahren läuft.

Quelle: Lüneburg – zur Originalmeldung

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