Lüneburg gibt freie Hand bei städtischen Obstbäumen
In Lüneburg (Niedersachsen) hängen an vielen städtischen Bäumen derzeit Äpfel, Birnen und Pflaumen. Die Stadt hat nun offiziell erlaubt, dass die Bürger die Früchte pflücken oder das Fallobst vom Boden aufsammeln und mitnehmen dürfen.
Constanze Keuter, die die Grünplanung der Stadt leitet, findet es schade, wenn das Obst ungenutzt verdirbt. Zudem hilft die Ernte den Mitarbeitern der AGL. Wenn die Menschen das Obst mitnehmen, müssen die Arbeiter weniger Fallobst wegräumen und die Flächen nicht so oft reinigen.
Wer ernten möchte, muss sich jedoch an ein paar Regeln halten. Die Äste dürfen nicht geschüttelt oder heruntergezogen werden. Auch das Klettern in die Bäume ist verboten. Das hat Sicherheitsgründe, da besonders alte Äste hohl sein und leicht brechen können. Wer Früchte in der Nähe von Straßen pflückt, soll besonders vorsichtig sein. Die Stadt betont, dass die Ernte und der Verzehr auf eigene Gefahr erfolgen und die Stadt keine Haftung übernimmt.
Für die Ernte empfiehlt die Stadt die Nutzung eines Apfelpflückers. Auch das Fallobst vom Boden lässt sich laut Keuter gut verwerten, zum Beispiel für selbstgemachtes Apfelmus.
Die Obstbäume stehen an vielen Stellen im Stadtgebiet. Wer suchen möchte, wird unter anderem auf den Streuobstwiesen in Volgershall und Kaltenmoor sowie auf der Obstwiese am Kreidebergsee fündig. Auch in der Apfelallee in Kaltenmoor, in den Wohngebieten Bülows Kamp und In den Kämpen sowie unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke an der Bülowstraße gibt es Früchte.
Weitere Stellen sind der Spielplatz Auf der Rübekuhle in der Altstadt, die Grünfläche östlich von Volgershall und der westliche Teil des Brockwinkler Wegs. Auch in Ochtmissen im Wohngebiet Krähornsberg, etwa in der Naruto-Straße und im Lupmerfeld, stehen Bäume bereit. Ebenso an der Heiligenthaler Straße Richtung Oedeme, im östlichen Teil des Pilgerpfads in Rettmer, im Drögenkamp zwischen Rettmer und Häcklingen sowie in Häcklingen am Embser Kirchweg, an der Hauptstraße und am Triftweg. Sogar im Hof der Jugendbücherei Auf dem Klosterhof dürfen die Äpfel gepflückt werden.
Quelle: Lüneburg – zur Originalmeldung