Langenfeld: Schwere Mängel bei Immobilien-Kontrollen entdeckt
Am frühen Morgen des 9. Juli 2026 gab es in Langenfeld (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) einen gemeinsamen Einsatz der Stadt und der Polizei. Zehn Leute von der Bauaufsicht, dem Ordnungsamt und der Polizei suchten zwei Immobilien in der Innenstadt auf. Die Stadt hatte vorher Hinweise bekommen, dass es in den Gebäuden Probleme gibt.
Die Beamten fanden tatsächlich eine ganze Reihe von Verstößen gegen das Baurecht. Besonders gefährlich: Rettungswege waren versperrt und Fluchttüren defekt. Außerdem fehlten Sicherungen und die Elektroinstallationen sahen fragwürdig aus. Auf einem Balkon hatte jemand sogar komplett illegal einen Raum angebaut – ein sogenannter Schwarzbau.
Neben den Baufehlern gab es auch Ärger mit dem Melderecht. In sechs Fällen stimmten die gemeldeten Daten nicht. Zudem wurde eine neue Regelung zur Kennzeichnung von Wohnungen ignoriert, die der Stadtrat erst kürzlich beschlossen hatte.
Für die Eigentümer wird es nun teuer. Die Stadt rechnet mit Bußgeldern im vier- bis fünfstelligen Bereich. Die Bauaufsicht prüft jetzt, ob der illegale Anbau auf dem Balkon genehmigt werden kann oder ob er komplett abgerissen werden muss.
Der Erste Beigeordnete Christian Benzrath begleitete den Einsatz. Er betonte, dass solche Kontrollen wichtig seien, um Mieter zu schützen. Zudem wolle man verhindern, dass Menschen durch falsche Meldungen unberechtigt Sozialleistungen beziehen. Die Ergebnisse aus Langenfeld fließen nun in eine gemeinsame Auswertung mit anderen Städten der Region ein.
Quelle: Langenfeld – zur Originalmeldung