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Landrat besucht Hof Köpke in Garz

Landrat Patrick Puhlmann besuchte im Rahmen seiner Sommertour den Familienbetrieb Köpke. Dabei ging es um Tradition, moderne Technik und die Probleme der Landwirtschaft.

Der Landrat Patrick Puhlmann war zu Besuch beim Hof Köpke im Ortsteil Garz (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt). Der Betrieb ist bekannt für seine Speisekartoffeln, die als die leckersten Deutschlands vermarktet werden. Puhlmann konnte die Kartoffeln direkt vor Ort probieren.

Der Familienbetrieb bewirtschaftet insgesamt 1.600 Hektar Acker- und Grünland. Drei Generationen der Familie Köpke arbeiten dort zusammen, unterstützt von einem 17-köpfigen Team. Jens Köpke, der seit 2008 Geschäftsführer ist, startete die Erfolgsgeschichte bereits 1991 gemeinsam mit seinem Vater Joachim und einem Partner. Inzwischen hilft auch Sohn Jacques mit, der sein Studium 2022 erfolgreich beendet hat.

Auf dem Hof werden neben Kartoffeln auch Getreide, Raps, Mais, Zuckerrüben und Vermehrungskulturen angebaut. Die Familie verkauft ihre Waren zweimal pro Woche direkt ab Hof oder über Supermärkte in der Region. Etwa 80 Prozent der Kartoffeln landen in Zwei-Kilogramm-Tüten im Handel. Um das ganze Jahr über liefern zu können, plant der Betrieb neue Investitionen in die Lagerung. Auch die Biogasanlage, die seit 2005 zum Hof gehört, soll künftig wieder modernisiert werden.

Ein besonderes Highlight des Besuchs war die Fahrt zu den Feldern. Joachim Köpke steuerte dabei einen Oldtimer. Während der Tour sprachen Jens und Jacques Köpke über die Schwierigkeiten ihres Berufs. Ein großes Thema war die aktuelle Einschränkung der Wassernutzung. Da der Hof in der Nähe von Elbe und Havel liegt, gibt es zwar genug Grundwasser, aber die Regeln gelten für alle im Landkreis gleich. Landrat Puhlmann betonte, dass er dazu auch im Austausch mit dem Kreisbauernverband stehe.

Ein weiteres Problem sind Vögel wie Gänse und Kraniche. Durch den Klimawandel ändern diese ihr Zugverhalten und landen immer öfter auf den Flächen. Sie fressen Saatgut oder Früchte, was besonders bei den Erbsen zu hohen Verlusten führt. Die Familie muss deshalb immer wieder Flächen umbrechen.

Landrat Puhlmann lobte am Ende den Betrieb als Beispiel dafür, wie man Tradition mit modernen Ideen und Nachhaltigkeit verbindet.

Quelle: Landkreis Stendal – zur Originalmeldung

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