Landkreis Rastatt warnt vor kostenpflichtigen Pflegeanträgen
Wenn ein Familienmitglied plötzlich pflegebedürftig wird, stehen Angehörige oft vor einem riesigen Berg an Arbeit. Einer der ersten und wichtigsten Schritte ist der Antrag auf einen Pflegegrad bei der Kranken- oder Pflegekasse. Viele erledigen das mittlerweile über das Internet, weil es schnell geht und unkompliziert ist.
Doch der Pflegestützpunkt im Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) warnt vor einer Falle: Wer im Netz nach dem Antrag sucht, landet oft auf Seiten von privaten Firmen. Diese versprechen Hilfe bei der Beantragung, verlangen dafür aber Geld oder schließen kostenpflichtige Mitgliedschaften ab. Der Pflegestützpunkt stellt klar, dass man solche teuren Angebote nicht braucht. Man sollte den Antrag immer direkt auf der offiziellen Homepage der eigenen Kasse stellen.
Wer Unterstützung braucht, kann sich kostenlos an den Pflegestützpunkt wenden. Die Mitarbeiter dort helfen gratis beim Ausfüllen der Anträge und erklären, wie es danach weitergeht. Besonders wichtig ist die Vorbereitung auf den Besuch des Medizinischen Dienstes, damit die Pflegesituation vor Ort richtig beurteilt wird. Außerdem beraten die Experten neutral darüber, welche Hilfen es in der Region gibt und wie die Pflege am besten organisiert wird.
Die Beratung ist an verschiedenen Orten möglich. Man kann anrufen, eine Videokonferenz machen oder persönlich in ein Büro kommen. Wenn ein Besuch zu Hause nötig ist, kann man das ebenfalls vereinbaren.
Für Hilfe stehen folgende Kontakte zur Verfügung:
Pflegestützpunkt Landkreis Rastatt: E-Mail [email protected]
Standort Rastatt: Telefon 07222-381 2420, -2421 oder -2422
Standort Gaggenau: Telefon 07222-381 2424
Standort Bühl: Telefon 07223-9357130
Für den Stadtkreis Baden-Baden gibt es den Pflegestützpunkt unter [email protected] oder per Telefon unter 07221/931400.