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Landkreis Rastatt plant besser gegen Starkregen und Fluten

Copyright und Urheber siehe Landkreis Rastatt

Die Gemeinden im Landkreis Rastatt und Baden-Baden arbeiten gemeinsam an neuen Alarm- und Einsatzplänen, um bei plötzlichen Überschwemmungen schneller reagieren zu können.

Hitzewellen und Dürre prägen oft den Sommer, doch danach folgt häufig das Gegenteil: heftige Gewitter und Starkregen. Solche Wetterlagen sind gefährlich, weil sie schnell zu lokalen Überschwemmungen oder sogar Sturzfluten führen können. Das passiert oft ganz unabhängig von Flüssen oder Bächen. Da die Warnzeiten bei solchen Ereignissen extrem kurz sind, müssen die Rettungskräfte genau wissen, was zu tun ist. Deshalb setzt die Region nun auf bessere Planung.

Die Starkregenpartnerschaft Mittelbaden besteht aus allen 23 Kommunen des Landkreises Rastatt (Baden-Württemberg) und dem Stadtkreis Baden-Baden. Gemeinsam wollen sie die bestehenden Hochwasser-Alarm- und Einsatzpläne (HWAEP) verbessern und gezielt um das Thema Starkregen ergänzen. Die Grundlage dafür sind Risikokonzepte, die bereits seit zwei Jahren vorliegen und zeigen, welche Gebäude oder Bereiche besonders gefährdet sind. Zusätzlich fließen Daten vom Land Baden-Württemberg ein, die sich mit größeren Gewässern befassen.

Um die Pläne in die Tat umzusetzen, hat das Landratsamt Rastatt im Juli einen Workshop organisiert. Fast 120 Menschen aus dem Bevölkerungsschutz aller 24 beteiligten Gemeinden nahmen teil. Da solche Pläne sehr komplex sind und viel Fachwissen erfordern, gibt es ein landesweites Musterprojekt mit Praxisbeispielen. Das Landratsamt Rastatt unterstützt die Gemeinden nun gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Stuttgart durch Fachberatung und weitere Workshops, damit alle Pläne nach dem neuen Standard erstellt werden. Die Gemeinden stellen dafür das nötige Personal bereit, während der Landkreis die Kosten übernimmt.

Für den Bevölkerungsschutz geht es dabei um mehr als nur Wasserwirtschaft. Die Pläne sind ein wichtiger Teil der gesamten Krisenvorsorge. Sie helfen den Krisenstäben, Einsätze besser zu koordinieren und die Kommunikation im Ernstfall zu sichern. Ziel ist es, die Risiken für Leib und Leben der Menschen zu senken, auch wenn ein kompletter Schutz vor Hochwasser nicht möglich ist.

Wer selbst vorsorgen möchte, findet Informationen und Materialien auf der Homepage des Landkreises Rastatt unter dem Suchbegriff „Starkregenrisikomanagement“.

Quelle: Landkreis Rastatt – zur Originalmeldung

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