Landkreis Harburg warnt vor Tieradoptionen im Urlaub
Im Urlaub passiert es schnell: Man sieht einen kleinen, einsamen Hund an einem Straßencafé oder eine verspielte Katze am Strand. Viele Menschen möchten diesen Tieren aus Mitleid helfen und sie mit nach Deutschland nehmen. Doch der Landkreis Harburg (Niedersachsen) warnt jetzt davor, solche Entscheidungen spontan zu treffen.
Thorsten Völker vom Veterinäramt erklärt, dass Mitgefühl zwar ehrenwert ist, aber mit Verantwortung einhergehen muss. Wer Tiere einfach so mitnimmt, riskiert nicht nur Probleme mit dem Gesetz, sondern gefährdet auch die Gesundheit von Menschen und anderen Haustieren. Es gibt strenge Regeln für die Einreise. Hunde und Katzen müssen oft eindeutig gekennzeichnet sein und einen gültigen Tollwutschutz haben. Ohne die richtigen Papiere und Impfungen kann es passieren, dass das Tier nicht einreisen darf, in Quarantäne muss oder sogar zurückgeschickt wird. Zudem besteht die Gefahr, dass gefährliche Krankheiten wie Tollwut eingeschleppt werden.
Besonders tückisch ist der vermeintliche Fund von Straßentieren. Oft steckt dahinter organisierter, illegaler Tierhandel. Kriminelle trennen junge Hunde oder Katzen zu früh von der Mutter und verkaufen sie mit gefälschten Papieren an Touristen. Wer hier spontan kauft, unterstützt diese Strukturen und setzt sich rechtlichen Risiken aus.
Das Veterinäramt in Winsen bietet Beratung an, damit Urlauber wissen, welche Impfungen und Bescheinigungen im jeweiligen Land erledigt werden müssen. Erreichbar sind die Mitarbeiter unter der Telefonnummer 04171 693-466 oder per E-Mail unter [email protected].
Als Alternative empfiehlt der Landkreis, in regionale Tierheime zu schauen. Dort warten viele Tiere auf ein neues Zuhause – ganz ohne lange Transportwege oder gesundheitliche Risiken.