Blauzungenkrankheit: Warnung für Tierhalter im Landkreis Harburg
In Niedersachsen ist die Blauzungenkrankheit wieder aufgetaucht. Am 17. Juli wurde das Virus vom Serotyp 8 zum ersten Mal in einem Rinderbestand im Landkreis Göttingen nachgewiesen. Zuvor gab es bereits einen Ausbruch im hessischen Kreis Fulda im Juni 2026.
Weil das Virus nun in weiten Teilen Niedersachsens verbreitet ist, gibt es eine sogenannte Handelsrestriktionszone. Das bedeutet, dass der Transport von Tieren, die für die Krankheit anfällig sind, nur unter strengen Bedingungen erlaubt ist. Das betrifft vor allem Rinder, Schafe, Ziegen, Lamas und Alpakas. Der Landkreis Harburg (Niedersachsen) gehört zwar aktuell nicht zu dieser Sperrzone, aber die Gefahr einer Ansteckung bleibt bestehen.
Das Veterinäramt warnt deshalb alle Tierhalter im Kreis. Wer Wiederkäuer hält, sollte diese impfen lassen oder die Impfung rechtzeitig auffrischen. Thorsten Völker, der Leiter des Veterinäramtes, betont, dass die Impfung der beste Schutz ist. So könne man Tierleid, den Tod der Tiere und hohe finanzielle Verluste verhindern.
Ein Problem ist derzeit die Verfügbarkeit: Impfstoffe sind momentan nicht überall auf Lager. Tierhalter sollen sich deshalb eng mit ihren Tierärzten abstimmen, um zu prüfen, wann ein Impfstoff verfügbar ist. Zudem können Tierärzte Tipps geben, wie man das Risiko senkt, zum Beispiel durch den Schutz vor Gnitzen, da diese Mücken das Virus übertragen.
Wichtig für die Halter: Wer bereits eine Impfung gegen den Serotyp 3 hat, ist nicht geschützt. Gegen den aktuellen Serotyp 8 ist eine eigene Impfung nötig.
Die Krankheit ist für Menschen völlig ungefährlich. Bei Tieren kann sie jedoch schwere Symptome auslösen. Besonders bei Schafen kommt es zu starken Schwellungen und Blutungen, die oft an der Zunge sichtbar sind – daher rührt auch der Name der Krankheit. Zudem können Trächtigkeitsstörungen, Fehlgeburten und Missbildungen auftreten.
Wer Fragen hat oder weitere Informationen sucht, kann das Veterinäramt unter der Telefonnummer 04171/ 693 466 erreichen oder eine E-Mail an [email protected] schreiben. Eine interaktive Karte mit den betroffenen Gebieten gibt es auf der Webseite tierseucheninfo.niedersachsen.de.