Landkreis Harburg feiert 15 Jahre Krisendienst
Wenn Menschen eine psychische Krise haben, passiert das nicht immer während der Geschäftszeiten. Oft sind Betroffene und ihre Angehörigen abends oder am Wochenende völlig überfordert, weil sie niemanden erreichen. Genau deshalb wurde 2011 im Landkreis Harburg (Niedersachsen) der sozialpsychiatrische Krisendienst ins Leben gerufen.
Das Team hilft heute dort, wo es brennt. Die Mitarbeiter sind nicht nur telefonisch erreichbar, sondern kommen bei Bedarf auch direkt zu den Menschen nach Hause. Das Ziel ist es, die Situation vor Ort zu klären und so zu verhindern, dass die Betroffenen direkt in eine Psychiatrie eingewiesen werden müssen. Wer Hilfe braucht, erreicht den Dienst an Wochentagen von 16 bis 22 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 14 bis 22 Uhr unter der Nummer 0170/480 6136.
Dieses 15-jährige Bestehen wird nun am Donnerstag, den 20. August, gefeiert. Der Anlass ist der Verbundtag des Sozialpsychiatrischen Verbunds. Die Veranstaltung startet um 14 Uhr im Marstall in Winsen. Auf dem Programm steht ein Rückblick aus verschiedenen Blickwinkeln: Verantwortliche, Mitarbeiter, aber vor allem auch Betroffene und Angehörige berichten von ihren Erfahrungen. Außerdem wird darüber diskutiert, wie wichtig solche Dienste für die Versorgung sind und wie sie gesetzlich gesichert werden können. Als Gast kommt Folke Sumfleth aus Uelzen, der den Krisendienst damals mitgegründet hat.
Nach dem offiziellen Teil ab 16 Uhr gibt es Zeit für persönliche Gespräche bei Kaffee und Kuchen. Später stehen Bratwurst und Salate auf dem Plan. Das Fest endet gegen 18.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer dabei sein möchte, muss sich allerdings bis zum 10. August anmelden. Das geht per Telefon unter 04171/693 517 oder per E-Mail an [email protected].