Landkreis Birkenfeld bildet 33 Ersthelfer aus
Ein medizinischer Notfall kann überall passieren: im Büro, beim Sport oder einfach zu Hause. Damit im Ernstfall niemand hilflos zusieht, hat die Kreisverwaltung Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) ihre Belegschaft geschult. Insgesamt 33 Menschen haben an der Fortbildung teilgenommen. Das waren 29 Leute aus der Verwaltung, drei vom Abfallwirtschaftsbetrieb und eine Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung.
Die Kurse fanden an zwei verschiedenen Terminen im großen Sitzungssaal der Verwaltung statt. Die Übungsleiterin Kerstin Müller vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) zeigte den Teilnehmern, wie man in Stresssituationen ruhig bleibt. Es ging um ganz praktische Dinge: Wie versorgt man Wunden richtig? Was tut man bei Knochenbrüchen, Verbrennungen oder Vergiftungen? Besonders wichtig waren lebensrettende Maßnahmen wie die stabile Seitenlage und die Wiederbelebung.
Ein wichtiger Teil der Schulung war der Umgang mit Defibrillatoren. Diese Geräte sind entscheidend, wenn das Herz aufhört zu schlagen. Dank einer Spende der Bittmann-Stiftung gibt es im gesamten Landkreis bereits 29 dieser Geräte. Sie hängen nicht nur in den Verwaltungsgebäuden, sondern auch in Schulen und Sporthallen.
Am Montag, den 31. August, gab es einen offiziellen Abschluss. Landrat Miroslaw Kowalski und Sarah Lerch vom betrieblichen Gesundheitsmanagement überreichten den Teilnehmern die Urkunden. Damit sind sie nun offiziell die Ersthelfer im Betrieb. Die Kosten für die Kurse wurden größtenteils von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz übernommen, den Rest zahlte die Kreisverwaltung.
Landrat Kowalski bedankte sich bei den Mitarbeitern für ihren Einsatz. Er betonte, wie wichtig die Vorbereitung sei, hoffte aber gleichzeitig, dass niemand sein neues Wissen tatsächlich an einem echten Notfall anwenden muss.