Idar-Oberstein öffnet Denkmäler für Besucher
Am Sonntag, den 13. September 2026, ist es wieder so weit: Der Tag des offenen Denkmals steht an. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ zeigen auch in Idar-Oberstein (Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz) drei besondere Orte ihr Innenleben. Deutschlandweit machen über 5000 Denkmale mit, was den Tag zum größten Kulturevent des Landes macht.
Wer hoch über der Altstadt von Oberstein spazieren geht, kommt an der Felsenkirche nicht vorbei. Die Kirche wurde zwischen 1482 und 1484 direkt in eine Felsnische gebaut. Um hineinzukommen, müssen Besucher einen Tunnel im Fels passieren und 234 Stufen steigen. Drinnen gibt es einen mittelalterlichen Flügelaltar, Schnitzarbeiten und ein Kreuz aus Achat zu sehen. Von 10 bis 16 Uhr kann man die Kirche auf eigene Faust besichtigen. Gästeführer stehen für Fragen bereit, und wenn es passt, spielt ein Organist Musik. Der Eintritt ist kostenlos.
Ein weiteres Ziel ist das Schloss Oberstein. Die Wehranlage stammt aus dem Jahr 1320 und war früher die Residenz der Grafen von Daun-Oberstein. Im Jahr 1855 gab es dort einen schweren Brand, der vieles zerstörte. Heute kann man dort das Verlies, unterirdische Magazine und eine Ausgrabungsstätte besichtigen. Auch die neue Überdachung des Nordostturms, die 2023 fertig wurde, ist zu sehen. Das Schloss ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist an diesem Tag frei.
In der Wilhelmstraße öffnet zudem das Industriedenkmal Jakob Bengel seine Türen. Die Fabrik wurde 1870 gegründet und zeigt, wie früher Schmuck und Uhrketten mit alten Maschinen gefertigt wurden. Zwischen 10 und 16 Uhr gibt es kostenlose Führungen durch das Industriedenkmal und die Villa Bengel. Wer Lust auf Handwerk hat, kann bis 16 Uhr sogar ein eigenes Schmuckstück aus vorgefertigten Kettenelementen basteln.
Zum Abschluss gibt es ab 16 Uhr im Tandem zwei kostenlose Vorträge. Professor Theo Smeets spricht über die sozialen Beziehungen hinter Schmuckstücken. Manfred Rauscher, ein Historiker und ehemaliger Stadtarchivar, erzählt von wichtigen Spendern, die die Stadtgeschichte geprägt haben.