Landkreis Birkenfeld investiert Millionen in Katastrophenschutz
Der Kreistag im Landkreis Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) hat wichtige Entscheidungen für den Bevölkerungsschutz getroffen. Auf dem Heinrich-Hertz-Campus am Stadtrand von Birkenfeld entsteht ein neues Katastrophenschutzzentrum. Dafür kauft der Kreis das Gebäude 23 sowie drei weitere Grundstücke. Insgesamt fließen rund 5 Millionen Euro in den Kauf, die Sanierung des Hauses und den Bau einer neuen Halle.
Das Gebäude 23 wurde früher von der Luftwaffe als Lager genutzt. Aktuell dient es der Verwaltung als Archiv. In Zukunft ziehen dort die Mitarbeiter vom Brand- und Katastrophenschutzreferat ein. Außerdem gibt es dort Platz für Krisenstäbe, die bei großen Notfällen zusammenkommen. Für den Kauf und die Modernisierung – vor allem für neue Heizungen, Duschen und LED-Lampen – plant der Kreis etwa 600.000 Euro ein.
Zusätzlich wird eine große Fahrzeug- und Logistikhalle gebaut. Die Halle ist etwa 60 mal 20 Meter groß und bietet Platz für zwölf Lkw. Hier sollen Fahrzeuge und Behälter für den Ernstfall geschützt untergestellt werden, zum Beispiel für die Kommunikation oder bei Tierseuchen. Das Konzept sieht außerdem eine Werkstatt, eine Waschhalle und ein großes Regallager vor.
Ein weiteres großes Projekt ist das neue Sirenennetz. An rund 150 Standorten im gesamten Kreis sollen moderne Anlagen installiert werden. Das sind keine einfachen Sirenen, sondern Geräte, über die man auch Durchsagen machen kann. Die Kosten dafür liegen zwischen 4,2 und 4,5 Millionen Euro. Der Landkreis übernimmt dabei 75 Prozent der Kosten, den Rest teilen sich die Stadt Idar-Oberstein und die drei Verbandsgemeinden.
Finanziert wird alles aus dem Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“. Dem Kreis stehen daraus etwa 22,2 Millionen Euro zur Verfügung. Dadurch werden die normalen kommunalen Haushalte nicht belastet.