Kehl: Bundespolizei findet gefälschte Ausweise im Fernzug
Am Freitagnachmittag hielt ein Fernzug aus Frankreich für einen Sonderhalt in Kehl (Baden-Württemberg). Die Bundespolizei nutzte die Gelegenheit und kontrollierte die Passagiere. Dabei fielen zwei Männer im Alter von 47 und 52 Jahren auf, die türkische Staatsangehörige sind.
Als die Beamten die Papiere prüfen wollten, gab es Probleme. Der eine Mann zeigte seinen Reisepass und einen italienischen Aufenthaltstitel vor, der jedoch bereits abgelaufen war. Sein Begleiter hatte nur eine französische Asylbescheinigung dabei, die zudem zerrissen war. Die Polizisten vermuteten sofort, dass die beiden versuchen wollten, unerlaubt in das Land einzureisen.
Daraufhin durchsuchten die Beamten die Männer. Bei dem 52-Jährigen fanden sie eine bulgarische Identitätskarte. Das Dokument war komplett gefälscht, aber auf den Namen seines 47-jährigen Begleiters ausgestellt. Bei dem jüngeren Mann fanden die Polizisten weitere abgelaufene Dokumente und eine kleine Menge Haschisch.
Die beiden Männer wurden anschließend nach Frankreich zurückgewiesen. Sie erhielten mehrere Anzeigen. Es geht dabei um die versuchte unerlaubte Einreise, das Verschaffen von falschen Ausweisen und einen Verstoß gegen das Konsumcannabisgesetz.
Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Offenburg – zur Originalmeldung