Karlsruhe digitalisiert die Pflege seiner Parks
Wer in Karlsruhe (Baden-Württemberg) durch die Parks, über Spielplätze oder durch die Grünanlagen spaziert, wird in nächster Zeit öfter Menschen mit Tablets oder Smartphones sehen. Das sind Mitarbeiter des Gartenbauamts. Die Stadt führt ein neues digitales System ein, um die Pflege der Naturflächen moderner zu gestalten.
Bisher mussten viele Daten wohl mühsam auf Listen notiert und später im Büro übertragen werden. Das fällt nun weg. Die Mitarbeiter können Informationen direkt vor Ort eintragen, aktualisieren oder abrufen. Wenn eine Fläche kontrolliert wurde oder etwas verändert wurde, steht das sofort für alle zuständigen Kollegen im System. Das spart Zeit und verhindert Fehler bei der Datenübertragung.
Auch die Planung wird einfacher. Mit digitalen Karten und optimierten Touren kann das Amt die Einsätze besser zwischen den Bezirken abstimmen. Das Ziel ist, die Fahrstrecken zu verkürzen und die Ressourcen wirtschaftlicher zu nutzen. Viele einzelne Listen, die früher getrennt geführt wurden, werden so in einer einzigen Datenbank zusammengefasst.
Für die Bürger gibt es ebenfalls eine Neuerung in der Planung: In Zukunft sollen Baumfällanträge einfach online eingereicht werden können.
Das Gartenbauamt ist mit der Technik nicht ganz neu gestartet. Schon vor etwa 25 Jahren gehörte Karlsruhe zu den ersten Städten in Deutschland, die ein Informationssystem für Grünflächen nutzten. Damit wurden Bäume, Spielgeräte oder Mülleimer erfasst und die Baumkontrollen rechtssicher dokumentiert. Das neue System ist nun der nächste Schritt.
An der Umsetzung arbeiten das Gartenbauamt zusammen mit dem Liegenschaftsamt, dem Amt für Informationstechnik und Digitalisierung sowie der Firma IP SYSCON. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Stadt.
Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung