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Jüchen: Betrüger erfinden Krebsdiagnose für Schockanruf

Eine 85-jährige Frau aus Jüchen sollte Bargeld für angebliche Medikamente ihrer Tochter übergeben. Eine aufmerksame Nachbarin verhinderte den Betrug.

Am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr klingelte das Telefon bei einer 85-jährigen Frau in Jüchen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen). Am anderen Ende der Leitung war eine Person, die die Seniorin nicht kannte. Der Anrufer behauptete, die Tochter der Frau hätte eine schwere Krebsdiagnose erhalten. Es würden nun dringend Medikamente benötigt, für die sofort Geld ausgegeben werden müsse.

Die Betrüger forderten die Frau auf, die Summe in bar zu übergeben. Da die Seniorin das Geld nicht zu Hause hatte, hießen die Anrufer sie auf, schnell zur Bank zu fahren. In der Aufregung wandte sich die Frau an ihre Nachbarin.

Die Nachbarin bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Sie erkannte die Masche und rief die Polizei. Dadurch wurde verhindert, dass die Frau Geld an die Unbekannten verlor. Es kam zu keiner Übergabe.

Die Polizei warnt vor solchen Schockanrufen, die oft ältere Menschen ins Visier nehmen. Ob es sich um falsche Polizisten, Handwerker oder Geschichten über kranke Verwandte handelt: Die Betrüger versuchen, Druck aufzubauen. Die Beamten raten, solche Gespräche sofort zu beenden und die Angehörigen unter der bekannten privaten Nummer anzurufen, um die Geschichte zu prüfen.

Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen aufgenommen. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, soll sofort die 110 wählen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss – zur Originalmeldung

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