Jagsthausen warnt vor immer mehr Waschbären
In Jagsthausen (Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg) tauchen immer öfter Waschbären auf. Die Tiere stammen eigentlich aus Nordamerika, haben sich aber in Deutschland schnell ausgebreitet. Besonders im Nordosten von Baden-Württemberg gibt es viele von ihnen. Da die Waschbären Allesfresser sind, finden sie in bewohnten Gebieten leicht Futter und einen Platz zum Schlafen.
Die Gemeinde betont, dass man die Tiere nicht füttern darf, weder absichtlich noch aus Versehen. Wer nicht möchte, dass die Waschbären in den eigenen Garten kommen, muss diesen unattraktiv machen. Besonders gefährlich ist es für Geflügel, Meerschweinchen oder Kaninchen, da diese Beute für die Waschbären sind. Auch offene Kompostbehälter, Obst oder Futter für Hunde, Katzen und Vögel locken die Tiere an.
Um Konflikte zu vermeiden, gibt es konkrete Tipps: Müll- und Biotonnen sollten fest verschlossen werden und nicht an Zäunen oder Mauern stehen. Obstbäume kann man mit Blechmanschetten schützen und Fallobst sollte schnell aufgesammelt werden. Wer Teiche oder Kaninchenboxen hat, kann diese mit einem Elektrozaun sichern. Auch der Weg ins Haus muss versperrt werden. Dazu helfen Gitter am Schornstein, Manschetten an den Fallrohren oder Katzenklappen, die nachts zu sind. Bäume, die bis zum Dach reichen, sollten zurückgeschnitten werden.
Ein weiteres Problem sind die sogenannten Latrinen. Das sind feste Toiletten, die die Tiere immer wieder benutzen. Kinder und Haustiere müssen davon ferngehalten werden. Wer den Kot entfernt, sollte Mundschutz und Gummihandschuhe tragen. Die Exkremente gehören in Plastikbeutel in den Restmüll, und die betroffenen Stellen sollten mit kochendem Wasser gereinigt werden. Wenn die Tiere im Dachboden eine Toilette angelegt haben, sollte ein Fachmann kommen.
Zudem wird geraten, den direkten Kontakt zu den Tieren zu vermeiden und Haustiere regelmäßig zu impfen und zu entwurmen. Wer mehr wissen möchte, kann das Wildtierportal des Landes unter www.wildtierportal-bw.de besuchen. Für Fragen ist die Wildtierbeauftragte des Landkreises unter der Telefonnummer 07131 994 7752 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar.