A99 bei Haar: Brückenbau verzögert sich
Wer über die B 304 Wasserburger Straße an der Anschlussstelle Haar (Landkreis München) fährt, muss sich noch etwas gedulden. Eigentlich sollte der Verkehr bereits in der nächsten Woche auf die neue Behelfsbrücke umgeleitet werden. Doch die Autobahn GmbH hat nun mitgeteilt, dass sich dieser Schritt auf Ende August verschiebt.
Zuvor waren die Arbeiten gut vorangekommen. Die Behelfsbrücke wurde bereits eingehoben. Jetzt muss die Baufirma noch den provisorischen Straßendamm fertigstellen, damit die Brücke richtig an die B 304 angebunden wird. Dazu gehören Asphaltarbeiten, die Entwässerung und der Einbau von Schutzplanken. Auch die Radwege auf der Seite von Haar sowie in Richtung Vaterstetten und Grasbrunn sind deshalb betroffen.
Sobald der Verkehr auf die Behelfsbrücke verlegt ist, gilt dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Diese Brücke ist wichtig, damit die Autos und Radfahrer weiterhin über die A 99 kommen, während die alte Brücke abgerissen und neu gebaut wird.
Ein besonders wichtiger Termin steht den Pendlern noch bevor: Am Wochenende vom 21. und 22. November 2026 wird der Autobahnring München (A 99) in beiden Richtungen komplett gesperrt. Das ist nötig, um die alte Brücke abzureißen. Die Autobahn GmbH warnt bereits jetzt vor einer schwierigen Verkehrslage und rät dazu, Fahrten über den Ring an diesen Tagen nach Möglichkeit zu vermeiden.
Insgesamt dauert das gesamte Projekt inklusive Neubau und Wiederaufforstung etwa drei Jahre. Das Ende der Baustelle ist für Ende 2028 geplant. Grund für den Zeitdruck war eine Brückenprüfung im Mai 2025, bei der festgestellt wurde, dass sich der Zustand der alten Brücke erheblich verschlechtert hat.