Hessen zahlt Millionen für erste eigene Immobilie
Die Landesregierung in Wiesbaden (Hessen) unterstützt Menschen, die sich zum ersten Mal ein eigenes Heim kaufen. Mit dem sogenannten Hessengeld wird ein Teil der Grunderwerbsteuer zurückgezahlt. Bisher hat das Land insgesamt 311 Millionen Euro für über 20.000 Anträge bewilligt.
Im August floss die nächste Runde Geld: Rund 7,5 Millionen Euro wurden an die Berechtigten ausgezahlt. Davon bekamen knapp 2.300 Haushalte zum ersten Mal eine Zahlung. Insgesamt haben schon über 16.800 Haushalte Geld vom Staat erhalten. Damit das Geld ausgezahlt wird, müssen die Käufer mit einer Meldebescheinigung beweisen, dass sie auch wirklich in die Immobilie eingezogen sind.
Die Förderung ist vor allem für Familien und Menschen mit normalem Einkommen gedacht. Rund 68 Prozent der Empfänger verdienen im Jahr brutto weniger als 100.000 Euro. Mehr als die Hälfte des Geldes, also etwa 180 Millionen Euro, geht an Haushalte mit Kindern.
Die Summen sind für viele ein echter Unterschied beim Hauskauf. Pro Käufer gibt es 10.000 Euro, maximal jedoch 20.000 Euro pro Immobilie. Für jedes Kind unter 18 Jahren kommen weitere 5.000 Euro dazu. Im Schnitt erhalten die Menschen über die gesamte Förderzeit etwa 15.600 Euro. Wichtig ist: Die Förderung geht nur bis zu der Höhe, die tatsächlich an Grunderwerbsteuer gezahlt wurde. Das Geld wird nicht auf einmal überwiesen, sondern über zehn Jahre in gleichen Raten ausgezahlt.
Wer das Geld möchte, muss den Antrag komplett digital über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) stellen. Nach dem Bescheid haben die Käufer drei Jahre Zeit, den Einzug nachzuweisen, damit die Zahlungen starten können. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite hessengeld.de.