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Hessen meldet Milliardenloch im Geschäftsbericht 2025

Copyright und Urheber siehe Landesregierung Hessen

Die Landesregierung Hessen hat die Finanzzahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt ein riesiges Defizit und steigende Schulden.

Hessen hat ein finanzielles Problem. Im neuen Geschäftsbericht für das Jahr 2025 wird ein Jahresfehlbetrag von 15 Milliarden Euro ausgewiesen. Das Land hat im Jahr 2025 zudem eine Milliarde Euro an neuen Haushaltsschulden aufgenommen. Insgesamt belaufen sich die Kreditschulden nun auf 46,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 2,1 Milliarden Euro entspricht.

Ein Hauptgrund für die schlechte Lage sind die Kosten für das Personal. Diese sind auf 26,4 Milliarden Euro gestiegen. Ein Teil davon kommt daher, dass die Besoldung um 10,56 Prozent angepasst wurde. Gleichzeitig bleiben die Steuereinnahmen auf einem niedrigen Niveau, was den Spielraum für Ausgaben stark einschränkt.

Besonders schwer wiegen die zukünftigen Lasten. Die Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen sind um 11,5 Milliarden Euro gestiegen. Das Anlagevermögen des Landes ist zwar leicht um 0,7 Milliarden Euro auf insgesamt 36,16 Milliarden Euro gewachsen, kann das Loch in der Kasse aber nicht ausgleichen.

Finanzminister R. Alexander Lorz warnt vor einer Wachstumskrise in Deutschland, die alle öffentlichen Haushalte treffe. Er betont, dass jede neue Ausgabe nun sorgsam abgewogen und bestehende Kosten hinterfragt werden müssen. Trotz der Krise will das Land weiterhin in Bildung, Infrastruktur und Digitalisierung investieren.

Die Zahlen basieren auf der sogenannten Doppik. Das ist eine kaufmännische Buchführung, wie sie auch Firmen nutzen. Sie macht Vermögen, Schulden und langfristige Verpflichtungen transparent. Die Bilanz wurde bereits seit 2013 jährlich von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC geprüft und bestätigt.

Quelle: Landesregierung Hessen – zur Originalmeldung

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